Im Krankenhaus werden, Stand Mittwoch, drei bestätigte Fälle und zwei Verdachtsfälle betreut.
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Im Krankenhaus werden, Stand Mittwoch, drei bestätigte Fälle und zwei Verdachtsfälle betreut.

Corona-Pandemie

Klinik Penzberg richtet erneut eine komplette Station als Corona-Isolierbereich ein

  • vonWolfgang Schörner
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Das Penzberger Krankenhaus hat mittlerweile wieder eine Station komplett zum Isolierbereich für Covid-19-Patienten und Corona-Verdachtsfälle umfunktioniert. Am Mittwoch befanden sich dort laut Klinik drei bestätigte Fälle sowie zwei Verdachtsfälle. Keiner musste intensivmedizinisch betreut werden.

Penzberg – Seit Anfang November hält die Penzberger Klinik wieder eine komplette Station als Corona-Isolierbereich vor, so wie es bereits im vergangenen Frühjahr der Fall war. Das teilte ärztlicher Direktor Florian Brändle auf Nachfrage mit. Auf der Isolierstation stünden zwölf Zimmer bereit – im Prinzip für zwölf Patienten. Unter gewissen Voraussetzungen, so Brändle, können auch zwei Patienten in einem Zimmer zusammengelegt werden. Auf jeden Fall, so der ärztliche Direktor, seien Kapazitäten vorhanden. In der Region würden die Zahlen derzeit zwar leicht zurückgehen. Brändle rechnet aber damit, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis es deutlich weniger sind. Bis dahin werde man die Station als Covid-19-Isolierbereich nutzen.

Klinik Penzberg: Drei Infizierte und zwei Verdachtsfälle am Mittwoch

Der Stand von Mittwochmittag war nach Auskunft der Penzberger Klinik, dass auf der Isolierstation drei nachgewiesene Fälle sowie zwei Verdachtsfälle versorgt werden. Davon musste keiner intensivmedizinisch betreut werden. Nachdem es in den Sommermonaten ruhig geblieben war, hatte das 100-Betten-Haus in den vergangenen Wochen wieder mehr Corona-Patienten.

Klinik Penzberg: Corona-Intensivpatienten kommen in andere Krankenhäuser

Vorgesehen ist momentan, dass Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, nicht auf die Intensivstation der Penzberger Klinik kommen, sondern in andere Krankenhäuser verlegt werden. Einmal war das bisher der Fall. Laut Brändle gibt es einen regelmäßigen Austausch der Kliniken in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen. Dabei werde überlegt, welche Patienten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wo betreut werden. In Penzberg, erklärte er, bestünde zwar die Möglichkeit Covid-19-Patienten auf der Intensivstation aufzunehmen. Dafür müsste aber eine zweite Intensivstation im OP-Bereich geschaffen werden, um Infizierte und Nicht-Infizierte trennen zu können. Deshalb fiel die Entscheidung, dass Corona-Intensiv-Patienten an anderen Krankenhäusern behandelt beziehungsweise direkt dorthin gebracht werden. Dies erfolge, so lange es in den anderen Kliniken Kapazitäten gibt, so Brändle. „Wenn sie nicht mehr ausreichen, ist klar, dass wir auch Möglichkeiten schaffen.“

Klinik Penzberg: Planbare OPs finden weiterhin statt

Anders als im Frühjahr finden am Penzberger Krankenhaus planbare Operationen weiterhin statt. Es sei gewünscht, dass die normale Versorgung weitergeht, so Brändle. Dies geschehe aber immer unter dem Aspekt, dass im Notfall für Covid-19-Patienten genug Ressourcen vorhanden sind. Gegebenenfalls müssten planbare Operationen verlegt werden. Aktuell ist dies ihm zufolge aber nicht notwendig.

Was die Pflegekräfte betrifft, gibt es laut Brändle keinen akuten Engpass und keine coronabedingten Ausfälle. Allerdings sei die Situation für alle im Haus eine Mehrbelastung. Für die Mitarbeiter gebe es regelmäßig Reihentests. Patienten, die zu planbaren Behandlungen oder Operationen ins Haus kommen, werde zwei Tage vorher ein Abstrich für einen Test gemacht Bei Akutpatienten gebe es sowohl einen Schnelltest als auch einen PCR-Test. Seit 31. Oktober gilt auch ein Besuchsverbot. Ausnahmen sind laut Klinik zu Beispiel bei Angehörigen von Palliativpatienten und Kindern nach Rücksprache möglich.

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