Kein grünes Licht für Tempo 30

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Die Stadt Penzberg erhält vom Landratsamt vorerst kein grünes Licht für Tempo 30 an Wölflstraße und Bichler Straße.

Penzberg - Das Prüfergebnis des Landratsamtes zu den städtischen Tempo-30-Anordnungen an Wölflstraße und Bichler Straße lag am Mittwoch zwar noch nicht im Penzberger Rathaus vor. Bürgermeisterin Elke Zehetner hatte das Ergebnis jedoch nach einem Telefonat mit dem Landratsamt erfahren. „Es wird nicht zugestimmt, wir müssen nachbessern“, sagte sie am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung. Die Gründe seien noch nicht bekannt. Sie rechnet damit, dass das Schreiben diese Woche vorliegen wird.

Als Ablehnung will das Landratsamt das Prüfergebnis auf Nachfrage unserer Zeitung nicht verstanden wissen. „Wir lehnen die Anordnung nicht ab, sondern machen darauf aufmerksam, dass gewisse Sachen ergänzt werden müssen, um sie abschließend beurteilen zu können“, erklärte Matthias Seitz, als Abteilungsleiter am Landratsamt für öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig. Ihm zufolge geht es bei der Ergänzung um die Lärmwerte an den zwei Straßen. Sie müssen differenziert nach Tag und Nacht für den Bereich der Verkehrsbeschränkung angegeben werden.

Seitz verweist dabei auf die 16. Bundesimmissionsschutzverordnung und die Lärmschutzrichtlinie. Liegen die Werte zwischen den Grenzwerten der Immissionsschutzverordnung (59 Dezibel tags, 49 Dezibel nachts für Wohngebiete) und der Lärmschutzrichtlinie (70 Dezibel tags, 60 Dezibel nachts), kann ihm zufolge ein Einschreiten nötig sein. Dies und die Maßnahmen sind im Einzelfall zu prüfen.

Die Stadt hatte im Herbst zuerst eine Tempo-30-Anordnung für sieben Straßen zur Prüfung ans Landratsamt geschickt. Damals lautete die Antwort, die Anordnung sei zu pauschal. Es müsse für jede Straße einzeln dargestellt werden, ob die Anforderungen vorliegen. Daraufhin versuchte es die Stadt detaillierter für Wölflstraße und Bichler Straße.

Offenbar genügte auch das nicht. Womöglich muss die Stadt nun doch erst ein Lärmkonzept samt Messungen erstellen.

Rubriklistenbild: © dpa

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