Der Streifen am Rande des Volksfestplatzes soll als Wohnmobil-Parkplatz umgebaut werden.
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Der Streifen am Rande des Volksfestplatzes soll als Wohnmobil-Parkplatz umgebaut werden.

Pläne für die Berghalde

Reisestopp in Penzberg: Wohnmobile sollen auf dem Volksfestplatz stehen

  • vonWolfgang Schörner
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Am Rande des Penzberger Volksfestplatzes auf der Berghalde sollen zwölf Stellplätze für Wohnmobil-Touristen entstehen. Dies hat der Bauausschuss entschieden. Andere Varianten im Bereich der Berghalde fielen dagegen durch. Ursprünglich war eine Zwischenlösung gesucht worden. Es könnte daraus aber auch eine Dauereinrichtung werden.

Penzberg – Für die Wohnmobil-Urlauber soll auf dem Volksfestplatz ein etwa 65 Meter langer und zehn Meter breiter Streifen neben den Stockschützenbahnen umgebaut werden. Zwölf Wohnmobile würden dort Platz finden. Damit die Stellplätze nicht in Konflikt mit dem Volksfest geraten, sollen sie zur Wiesn-Zeit gesperrt werden. Das Stadtbauamt hat die Kosten auf 35.700 Euro veranschlagt. Berücksichtigt sind darin eine Energiesäule sowie die Versorgung mit Frischwasser und die Entsorgung von Abwasser.

Stadtbauamt hatte drei Varianten für die Berghalde vorgestellt

Der Bauausschuss entschied sich diese Woche mehrheitlich für die Volksfestplatz-Variante. Das Stadtbauamt hatte im Vorfeld vom Stadtrat den Auftrag erhalten, Standorte auf der Berghalde zu prüfen. In der Sitzung stellte das Bauamt noch zwei andere Möglichkeiten vor: den Pkw-Parkplatz am Fuße des Skihangs sowie den Berghalden-Parkplatz an der Henlestraße. Beide Vorschläge fanden jedoch keine Fürsprecher. Ein Grund war, dass viele Pkw-Parkplätze geopfert werden müssten. Zudem wäre ein vergleichbarer Wohnmobil-Platz am Fuße des Skihangs doppelt so teuer gekommen.

CSU: Lieber mit dem Wohnmobil reisen, als ins Flugzeug steigen

Anfreunden konnte sich der Ausschuss dagegen mit dem Volksfestplatz. Hardi Lenk (SPD) sagte, dass auf diese Weise keine Pkw-Stellplätze wegfallen würden, außerdem eine öffentliche Toilette und das Berghalden-Stüberl in der Nähe seien. Sebastian Fügener (Grüne) schlug vor, von den Campern Geld zu verlangen, zum Beispiel zehn Euro, und ihnen dafür einen Citygutschein zu geben. Was Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) als „interessanten Ansatz“ bezeichnete. Armin Jabs (BfP) lobte, dass man auf den ursprünglichen Vorschlag seiner Fraktion zurückkomme. Von einer guten Lösung sprach auch Maria Probst (CSU). Die Stadt, sagte sie, sollte solche Stellplätze anbieten, da jeder, der mit dem Wohnmobil reist, nicht in ein Flugzeug steige.

Weitere Pläne für Berghalde: Aufwertung als Freizeitgelände

Jack Eberl (FLP) sah dies auch als ersten Schritt, die Berghalde als Freizeitgelände aufzuwerten. Auf seine Frage nach dem Stand der Planung erklärte Stadtbaumeister Justus Klement, dass in zwei Monaten machbare Ideen vorgestellt würden. Es sei aber jetzt schon ersichtlich, „dass es mehr Ideen als Quadratmeter gibt“, so Klement. Einen Termin wird es ihm zufolge noch mit den Staatsforsten und der Unteren Naturschutzbehörde geben, um zu erfahren, welche Bereiche in Frage kommen.

Ausschuss: Martin Janner kritisiert finanziellen Aufwand

Nein zum Wohnmobil-Stellplatz sagte lediglich Martin Janner (PM). Er halte den finanziellen Aufwand für nicht gerechtfertigt. Janner erinnerte an die geplante Klausur zur städtischen Finanzlage und den freiwilligen Leistungen. Ein Wohnmobil-Stellplatz, sagte er, sei „die freiwilligste unter allen freiwilligen Leistungen“.

Offengelassen wurde in der Sitzung, ob es sich nur um eine Zwischenlösung handelt oder ob die Variante am Volksfestplatz zu einer Dauereinrichtung wird. Bürgermeister Korpan erklärte, man werde schauen, wie der Platz angenommen wird.

Eigentlich wollte die Stadt den Urlaubern nach dem Aus für die Wohnmobilstellplätze auf Gut Hub eine Fläche an der Birkenstraße herrichten. Und zwar an der Stelle der provisorischen Kinderkrippe. Zur Verfügung stünde diese Fläche aber wohl erst im Jahr 2024, wenn das Kinderhaus an der Nonnenwaldstraße eröffnet und die provisorische Krippe abgebaut ist. Der Stadtrat hatte deshalb eine Zwischenlösung gefordert.

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