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Das Museum in Penzberg.

Teurer Museums-Wunsch: „Wir sind sehr verwundert“

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Soll das Museum in Penzberg für 200.000 Euro einen Pavillon-Anbau erhalten, um dort die Museumsverwaltung unterzubringen, die bislang im Rathaus ihren Sitz hat? Oder soll ein Ausstellungsraum umgebaut werden?

Diese Vorschläge lagen diese Woche dem Penzberger Bauausschuss vor – und verursachten dort ein deutlich hörbares Murren. Der Ausschuss wollte der Investition in der Sitzung nicht zustimmen und einigte sich darauf, erst einmal eine Ortsbesichtigung vorzunehmen. Unverständnis herrschte wegen der Kosten und weil der Vorschlag erst ein Jahr nach Eröffnung des Museums kam.

In der Verwaltungsvorlage, die dem Ausschuss vorlag, heißt es, die Museumsverwaltung des „Museum Penzberg - Sammlung Campendonk“ habe den ausdrücklichen Wunsch geäußert, zum Museumsstandort umzuziehen; die Ansprechbarkeit und die Anwesenheit vor Ort hätten sich im ersten Museumsjahr mehr als notwendig gezeigt. Das Stadtbauamt erarbeitete daraufhin zwei unterschiedlich teure Varianten: zum einen den Pavillon-Bau für zirka 200.000 Euro anstelle des Holzschuppens im Museumsgarten; zum anderen als Alternative die Umwandlung eines Ausstellungsraums im Dachgeschoss – dort sind gerade Campendonk-Bilder ausgestellt – für geschätzte 70.000 bis 80.000 Euro.

„Wir sind sehr verwundert“, sagte Thomas Keller (SPD) in der Ausschusssitzung. Noch bei der Planung des neuen Museums habe man gefragt, ob die Museumsverwaltung dort Räume brauche. Das sei verneint worden. „Wir wundern uns über den Sinneswandel.“ Wenn es nur um die Verwaltung gehe, fügte Keller an, würde ein Raum für Schreibtisch und Computer ausreichen – also wäre ihm zufolge weder ein Pavillon noch ein großflächiger Ausstellungsraum nötig. Ähnlich formulierte es André Anderl (CSU). Wieso brauche man einen so großen Bereich und weshalb müsse die Verwaltung umziehen?, fragte er.

Nicht mit den Zahlen einverstanden war auch Bürgermeisterin Elke Zehetner. Verständnis zeigte sie dafür, dass die Museumsverwaltung vor Ort sein will, wenn Fragen beim Aufsichtspersonal auftauchen oder kurzfristig Führungen nötig sind. „Da gab es im ersten Jahr Reibungsverluste“, sagte die Bürgermeisterin in der Sitzung. Fakt sei daher, dass man einen Raum vor Ort brauche. Zu den Kosten sagte sie hingegen: „Ich bin fast in Ohnmacht gefallen. Ich dachte an eine kleine Lösung, die nichts kostet.“

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