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Die „Zeitgeister“ könnten als weiteres Objekt im Schlossbichl-Park aufgestellt werden. 

„Zeitgeister“ im Schlossbichl-Park in Penzberg?

Ruhig ist es geworden um den Skulpturenpfad, mit dessen Aufbau die Stadt bereits vor einigen Jahren im Schlossbichl-Park begonnen hatte. Fünf Kunstwerke stehen hier derzeit. Jetzt könnte mit den „Zeitgeistern“ ein weiteres großes Kunstobjekt folgen.

Penzberg– Die Idee für einen Skulpturenpfad gibt es schon lange. Laut darüber nachgedacht wurde bereits 1997, als es in der Penzberger Innenstadt die spektakuläre Ausstellung „Skulpturen in der Stadt“ gab. Ende 2012 wurde es dann konkreter, als der Penzberger Bildhauer Albert Fiedler und Stadtbaumeister Justus Klement ein Konzept dafür ausarbeiteten.

Derzeit besteht der Kunstpfad aus fünf Objekten: Da wäre der gewaltige, rund 14 Tonnen schwere Steinkoloss „Jetzt-Zeit“, der bereits 2011 aufgestellt wurde und weithin sichtbar am Fußweg vom Schlossbichl zum Gymnasium thront. Folgt man dem Spazierweg in Richtung Schlossfeldweg, tifft man auf die rund einen Meter große „Schwarze Madonna“. Beide Kunstwerke wurden von dem 2002 verstorbenen Bildhauer Adrian Schober gefertigt, der sein Atelier in Penzberg-Schönmühl hatte. In unmittelbarer Nähe zur Skulptur „Jetzt-Zeit“ stehen drei deutlich kleinere steinerne Objekte auf dem Rasen. Gefertigt hat sie der 2007 verstorbene Bildhauer Walter Grill.

Nun könnte der Kunstpfad um ein weiteres Objekt erweitert werden: In einer Bauausschuss-Sitzung diskutierten vor kurzem die Mitglieder das Aufstellen einer Skulpturengruppe mit dem Titel „Zeitgeister“. Dabei handelt es sich um unterschiedlich große Objekte aus Holz, die in ihrer Darstellung an figürliche Wesen erinnern. Wie Stadtbaumeister Klement erläuterte, ist die größte dieser Skulptur etwa 3,20 Meter hoch. Laut Klement handelt es sich bei den „Zeitgeistern“ um ein Projekt des Penzberger Gymnasiums. Gefertigt habe die Skulpturen die ehemalige Schülerin Theresa Glatt (22), die nun als Künstlerin arbeite. Wie Klement sagte, könnte die Objekt-Gruppe dort aufgestellt werden, wo derzeit noch die Tischtennisplatte steht. Diese werde nicht genutzt.

Grundsätzlich sprachen sich die Bauausschuss-Mitglieder einstimmig für das Aufstellen der „Zeitgeister“ aus, um damit den Skulpturenpfad weiter auszubauen.

Wie Hardi Lenk (SPD) aber anmerkte, sei der Sachaufwandsträger des Gymnasiums der Landkreis. „Es wäre schön, wenn auch der Landkreis mit dabei wäre“, regte Lenk eine Kostenbeteiligung des Landkreises für das Schulprojekt an.

Als nächsten Schritt soll die Schule deshalb die Höhe der Kostenbeteiligung des Landkreises ermitteln. Von dieser Höhe möchte die Stadt ihre Kostenbeteiligung abhängig machen. Der Ankauf der Werke wird mit rund 7500 Euro brutto veranschlagt. Dazu kämen weitere Kosten: etwa für die Versicherung der Werke oder die benötigten Fundamente. Laut der Künstlerin sind die hölzernen Objekte rund sechs Jahre haltbar, sagte Klement auf Nachfrage von Lenk. Aufstellen möchte Bürgermeister Stefan Korpan die „Zeitgeister“ erst im nächsten Jahr – und dann auch nur, wenn es die finanzielle Lage der Stadt zulasse.

Franziska Seliger

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