Seit zwei Jahren stellt der Zweckverband in Penzberg auch solche mobilen Blitzeranhänger auf. Einer davon steht häufig an der Staatsstraße in Maxkron.
+
Seit zwei Jahren stellt der Zweckverband in Penzberg auch solche mobilen Blitzeranhänger auf. Einer davon steht häufig an der Staatsstraße in Maxkron.

Tempokontrollen in Penzberg

So wurde in Penzberg geblitzt - zu schnell auf dem Schleichweg

  • vonWolfgang Schörner
    schließen

Der kommunale Zweckverband hat im vergangenen Jahr 155 Tempokontrollen in Penzberg durchgeführt. Knapp sechs Prozent der Autofahrer mussten ein Verwarnungs- oder Bußgeld zahlen. Am häufigsten standen die Blitzer an der Sonnenstraße nahe der Schule. Die meisten Verstöße gab es an Seeshaupter Straße und Maistraße.

Penzberg – Seit dem Jahr 2016 kontrolliert der „Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland“ im Auftrag der Stadt Penzberg den fließenden Verkehr. Das heißt: Er stellt Blitzer an die Straße. Die Stadt legt nun die Statistik für das vergangene Jahr vor. Nicht berücksichtigt sind dabei die Messungen der Polizei. Demnach gab es 155 Kontrollen des Zweckverbands. In knapp sechs Prozent der Fälle waren die Fahrzeuge so schnell, dass Verwarnungs- oder Bußgelder fällig wurden.

Die höchste Beanstandungsquote habe es an der Seeshaupter Straße beim Ortsausgang gegeben, berichtete Vize-Ordnungsamtsleiter Johannes Jauß diese Woche in der Sitzung des Mobilitätsausschusses. 13,51 Prozent der Fahrzeuge waren so schnell, dass Verwarnungen oder Bußgelder folgten.

Sonderfall Maistraße: Tempokontrollen auf dem Schleichweg

Ein Sonderfall war laut Jauß die Maistraße – ebenfalls mit einer Beanstandsquote von 13,51 Prozent. Wegen der Sperrung der Karlstraße wählten viele Autofahrer die Wohnstraße als Schleichweg. Wobei nicht alle schlichen. Wegen Anwohnerbeschwerden seien dort zwei Mal Kontrollstellen eingerichtet worden, so Jauß. 69 der 518 Fahrzeuge waren zu schnell. Die zweithöchste Beanstandungsquote mit 11,99 Prozent wurde ihm zufolge an der Nonnenwaldstraße beim Stadion registriert.

Stadt: Durch „massive Messungen“ Verstöße auf Sonnenstraße gesenkt

Der Vize-Ordnungsamtsleiter berichtete aber auch von einer erfreulichen Entwicklung. Die Sonnenstraße bei der Bürgermeister-Prandl-Schule sei über viele Jahre das Sorgenkind gewesen. Die Beanstandungsquote habe „immer weit über 15 Prozent, manchmal in Richtung 20 Prozent“ gelegen. Liegt sie dauerhaft über 15 Prozent, ist ihm zufolge die Verkehrsbehörde gezwungen, verkehrliche oder bauliche Maßnahmen einzuleiten, um den Verkehr zu entschleunigen. 2020 gab es deshalb „massive Messungen“, insgesamt 20, so viel wie an keiner anderen Stelle in Penzberg. Dadurch seien die Verstöße auf rund acht Prozent gesunken.

Diskussion um Tempo-30-Limit an der Seeshaupter Straße

In der Ausschusssitzung ging es auch um die neuen Tempo-30-Limits an der Seeshaupter Straße vor der Montessorischule und dem Altenheim sowie am Schossbichl. Folgen wird ein solches Limit wohl auch an der Nonnenwaldstraße, wenn dort das neue Kinderhaus entsteht. In den Blickpunkt der Diskussion rückte aber der Tempo-30-Abschnitt vor dem Altenheim „Steigenberger Hof“. Jack Eberl (FLP) fragte, ob die Begrenzung dort „in Stein gemeißelt“ sei. Vor Kindergärten oder Schulen sei Tempo 30 in Ordnung, Aber er glaube nicht, dass viele Senioren über die Straße ins Gewerbegebiet oder zu McDonald’s gehen. „Ich befürchte, dass uns Abzocke vorgeworfen wird, wenn wir da eine Messstelle aufstellen.“ Martin Janner (PM) verteidigte hingegen das Tempolimit, das das Landratsamt auf Initiative seiner Fraktion angeordnet hatte. Ihm hätten viele Senioren geschildert, dass sie dort nur schwer die Straße queren könnten, um den Bus zu erreichen. Johannes Jauß erklärte dazu, dass derzeit eine Verkehrszählung stattfinde, nicht sichtbar „über kleine graue Koffer“. Das Ergebnis, so Jauß, diene als Grundlage, um mit Landratsamt und Polizei noch einmal über die Anordnung zu befinden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare