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Das AWO-Seniorenzentrum in Penzberg.

745 Unterschriften für AWO-Haus

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745 Unterschriften hat der Betriebsrat des städtischen Seniorenzentrums in Penzberg gesammelt, damit das Haus beim AWO-Bezirk bleibt und an keinen privaten Ineressenten geht. Deren Zahl steigt.

Penzberg - Die 745 Unterschriften hat der Betriebsrat in den vergangenen zwei bis drei Wochen gesammelt. Das Ziel: Der Penzberger Stadtrat soll dem AWO-Bezirksverband den Zuschlag für das Seniorenzentrum geben. Betriebsrätin Ursula Blöth jetzt die Bürgerfrageviertelstunde vor der Stadtratssitzung, die Listen an Bürgermeisterin Elke Zehetner zu übergeben. „Was wir nicht wollen, ist ein privater Träger, wir wollen einen, der Tarif bezahlt“, sagte eine der zahlreichen Seniorenzentrums-Mitarbeiterinnern, die im Publikum saßen.

Wie berichtet, wird derzeit im Stadtrat über die Zukunft des städtischen Seniorenzentrums an der Gartenstraße diskutiert. Es geht um die Fragen: Wer soll die Einrichtung übernehmen, den gewünschten Neubau errichten und das Angebot für Senioren auf Tagespflege und betreutes Wohnen erweitern? Und wer hat das für die Stadt beste Angebot? Beworben hat sich der AWO-Bezirksverband, der das Haus seit 1978 betreibt. Ein Angebot schickte auch das Unternehmen „Compassio“ aus Ulm. Anfang des Jahres kündigte der AWO-Bezirk den Vertrag zum 31. Dezember 2017 – eine Reaktion darauf, dass die Stadt auch einen anderen Bewerber in Betracht zieht. 

Mittlerweile steigt ist es aber nicht mehr nur das Unternehmen „Compassio“ als privater Mitbewerber. Bürgermeisterin Zehetner sagte bei der Unterschriften-Übergabe, es hätten sich weitere Interessenten gemeldet. Auf Nachfrage unserer Zeitung präzisierte sie, dass es sich um mindestens zwei weitere private Träger handle. Sie könnten ebenfalls eine Bewerbung abgeben.

Die Stadt fühlt sich indes offenbar unter Druck gesetzt. Die Vertragskündigung erschwere ein ruhiges Arbeiten, sagte Zehetner. Ebenso kritisierte sie in der Frageviertelstunde, dass es am Seniorenzentrum einen Aufnahmestopp gebe. Es bringe die Stadt in Schwierigkeiten, wenn Senioren nicht mehr aufgenommen werden können, so Zehetner. Schon deshalb müsse eine baldige Lösung gefunden werden. Nach ihren Informationen aus dem Einwohnermeldeamt sind aktuell 79 Personen im Seniorenheim gemeldet, die Mitarbeiterinnen sprachen dagegen von 99.

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