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Beim Penzberger Mammut: Am früheren Bahndamm entsteht der Platz der Städtepartnerschaft.

Zum 100-Jährigen in Penzberg: Ein Städtepartner-Platz beim bunten Mammut

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Penzberg bekommt einen Platz der Städtepartnerschaft. Er soll auf dem ehemaligen Bahndamm an der Ecke von Schlossbichl und Seeshaupter Straße entstehen – dort, wo das bunte Mammut steht. Die ansonsten noch etwas triste Stelle soll grüner werden. Ein erster Entwurf liegt mittlerweile vor.

Penzberg – Penzberg hat drei Partnerstädte: Seit 1981 besteht die Verbindung mit dem französischen Langon, ein 7500-Einwohner-Ort in der Gironde. Im Jahr 2007 besiegelte Penzberg die Städtepartnerschaft mit dem westfälischen Ahlen. Die 53 000- Einwohner-Stadt am Rande des Ruhrgebiets ist ebenfalls ein ehemaliger Bergarbeiterort. Bereits seit den siebziger Jahren sind Penzberg und Ahlen mit dem Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg verbunden. Städtefreundschaften bestehen darüber hinaus mit dem italienischen Capannori sowie mit Lugau im Erzgebirge. Darauf weisen auch Tafeln mit Entfernungsangaben hin, die am alten Bahndamm zu finden sind – genau an der Stelle, an der der Platz der Städtepartnerschaft entstehen soll. Und zwar rechtzeitig zu den Feiern zur Penzberger Stadterhebung vor 100 Jahren.

Wie diese Stelle künftig aussehen könnte, erläuterte Stadtbaumeister Justus Klement am Dienstagabend in der Bauausschusssitzung. So sollen fünf Bäume gepflanzt und eine Wiese gesät werden, durch die ein zusätzlicher kleiner Weg führt. Vorgesehen sind auch eine Sitzbank, kleine Palisadenwände, Baumstrahler, Pollerleuchten und eine Stele, die über die Städtepartnerschaften informiert. Der Bauausschuss stimmte nun geschlossen der Realisierung zu. Er folgte damit dem Festausschuss, der bereits im Januar sein Plazet gegeben hatte. Der Bauausschuss votierte auch dafür, die noch übrig gebliebenen Granitplatten aus der Innenstadtsanierung für den kleinen zusätzlichen Weg zu verwenden. Was laut Klement wegen des Zuschneidens aber knapp über 12 000 Euro kostet. Ein Weg mit einfachen Trittsteinen als Alternative, hieß es, könnte mit Rollatoren oder Rollstühlen nicht befahren werden.

„Es ist zu begrüßen, dass so ein Platz gestaltet wird, an einem Ort, der bisher vernachlässigt wurde“, sagte Vize-Bürgermeister Johannes Bauer, der die Bauausschusssitzung leitete. Die Städtepartnerschaften würden so sehr gut versinnbildlicht. Und was den Weg angeht: „Er sollte begehbar sein gerade für Senioren, die die Hauptträger unserer Städtepartnerschaften sind.“

Insgesamt werden die Kosten für den Platz der Städtepartnerschaft laut Bauamt auf knapp 56 000 Euro geschätzt. Klement erklärte, dass die Gestaltung vor sechs Jahren ein Mosaikstein der Penzberger Bewerbung für die kleine Landesgartenschau war. Damals erhielt Lindau zwar den Vorzug. Allerdings fand der Platz der Städtepartnerschaft Eingang ins Städtebauförderungsprogramm. Es wird also von der Regierung von Oberbayern finanziell unterstützt.

Gedacht ist offenbar daran, dass sich die Partnerstädte auf dem Platz auch selbst verewigen. Zumindest hieß es in der Sitzung, dass sie Baumpatenschaften übernehmen werden. Mehr hat das Rathaus noch nicht bekannt gegeben. Allerdings steht schon der Einweihungstermin fest: Er soll am Samstag, 13. Juli, im Beisein von Delegationen der Partnerstädte sein.

Stehen bleiben wird laut Entwurfsplan übrigens das bunte Mammut. Das Kunststoff-Tier hat ebenfalls mit den Städtepartnerschaften zu tun. Die Penzberger Kleinkunstinitiative hatte es 2014 aus dem westfälischen Ahlen geholt, wo Mammuts als Maskottchen an Straßen und Plätzen stehen. Es wurde beim Tollhubfestival bemalt und getauft. Das bunte Mammut steht – mit Ausnahme einer Reparaturunterbrechung– seit vier Jahren an der Ecke von Schlossbichl, Seeshaupter Straße und Karlstraße. Sein Name: „Hannibal“.

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