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Zum 20-Jährigen: Das ist los beim Tollhub-Festival in Penzberg

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Das Penzberger Kleinkunstfestival „Tollhub“ feiert im Juni sein 20-jähriges Bestehen. Diesmal wird wieder ein buntes Programm geboten – und ein Stammgast tritt auf. Die Veranstalter blicken stolz zurück.

Penzberg – Es ist ein kultureller Höhepunkt in der Stadt Penzberg: das „Tollhub“-Festival. Seit zwei Jahrzehnten stellen Evi Mummert und ihr Orga-Team das Open-Air-Spektakel mit Alternativmarkt auf die Beine. Unter anderem für dieses Engagement erhielt die Kleinkunstinitiative 2012 den städtischen Kulturpreis. Vom 15. bis 17. Juni locken erneut Kabarett, Stände, Aktionen und Musik die Besucher auf Gut Hub.

Die Historie reicht sogar weiter zurück als 20 Jahre. In der alten Molkerei und im einstigen „Staltacher Hof“ trafen sich bereits zuvor Kulturbegeisterte zu Live-Musik. Als die Stadt 1996 Gut Hub erwarb, sahen die Veranstalter eine neue Chance. Stall und Tenne richteten sie her, auch die Kommune steckte Geld in das Gebäude. „Es ist ein Eventstadel geworden“, sagt Evi Mummert zufrieden. 1998 gab es das erste „Tollhub“. Das dreitägige Festival etablierte sich. Mummert: „Bis heute sind über 220 Künstler bei uns aufgetreten.“ Die namhafte Liste reicht von den „Biermösl Blosn“ über Gerhard Polt bis Wolfgang Krebs. Bis zu 3000 Besucher werden an den drei Tagen gezählt. Der Standort sei einfach perfekt, bilanziert Mummert – anders als die Berghalde, die einst als Alternative diskutiert worden war.

Seit dem letztjährigen Festival sitzt das Orga-Team an der Auflage 2018. Die Planung muss früh starten, so Mummert. „Sonst kriegst du die Künstler nicht.“ Für heuer haben sie einen guten, alten Bekannten nach Penzberg geholt: Kabarettist Andreas Giebel, der am 4. Juni seinen 60. Geburtstag feierte. Er tritt zum mittlerweile fünften Mal auf Gut Hub auf. 40 Marktstände woll es geben – die Palette reicht von Vereinen und Verbänden über Schulen und Kindergärten bis hin zu Hobbykünstlern. Passend zum 20-Jährigen gibt es neue Akteure: einen Schrottkünstler aus Peißenberg und die Schülerfirma „Up-geholzt“ vom Gymnasium; die Gartler basteln eine Wildbienen-Pension und ein „Ohrwurmschlafhäuschen“, der Schützenverein Sindelsdorf bittet zum Bogenschießen. Penzberger Realschüler bemalen zudem mit Lehrerin Karen Brandner einen „Buddy Bär“. Den zwei Meter hohen Berliner Bären haben Evi und Hans Mummert zu Jahresbeginn mit einem Transporter aus der Hauptstadt geholt. Möglich machten den günstigen Kauf die Kontakte in das Schöneberger Rathaus. Der Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist Partnerstadt von Penzberg. Der bemalte Bär wird zum 100-jährigen Stadtjubiläum 2019 aufgestellt.

Auch die „Wikinger vom wilden Lechtalhaufen“ bauen wieder ihr Lager auf. Eine Premiere gibt es heuer ebenso: Bei der „A gaach gmischte Kuastoi Musi“ am Samstag wird es boarisch-gemütlich. Musiker spielen inmitten des Publikums. „Es geht ein bisserl zu wie beim Hoagart“, so Sandra Baumgartner vom Orga-Team. Tradition hat der musikalische Frühschoppen am Sonntag. Diesmal spielt Ludwig Seuss, Mitglied der „Spider Murphy Gang“, mit seiner eigenen Band auf.

Wikinger und ein bisserl Hoagart

Um die 50 Helfer zählt Evi Mummert, alles Ehrenamtliche. Aber ohne die finanzielle Hilfe der Stadt und Sponsoren geht es nicht. Schließlich liegt der „Tollhub“-Etat bei rund 15 000 Euro. Zahlen zum städtischen Engagement, das vom Bauhof bis bis zur Übernahme von GEMA-Gebühren reicht, nennt Bürgermeisterin Elke Zehetner zwar nicht, das Geld sei aber gut angelegt. Denn, so die Rathauschefin: „Was wäre eine Stadt ohne Kleinkunst?“

Freitag, 15. Juni: 20 Uhr, Kabarett mit Andreas Giebel, Gut Hub. Die Vorstellung ist ausverkauft. Es gibt aber noch wenige Karten an der Abendklasse.

Samstag, 16. Juni: ab 13 Uhr, „Tollhub“-Markt mit 40 Ständen (Eintritt frei). Zudem wird der „Buddy Bär“ bemalt. Wikingerlager mit Schaukämpfen. Bauer Sepp’s Märchenbühne: 14.30 Uhr „Bauer Sepp und die Seeprinzessin“ und 16 Uhr „Indianer auf dem Blaslhof“ (Eintritt 5 Euro, Buchhandlung „Rolles“, Tel. 08856/4344, und Tageskasse). 17 Uhr „A gaach gmischte Kuastoi Musi“ im Biergarten. Steckerlfisch und Schmankerl.

Sonntag, 17 Juni: 10.30 Uhr Frühschoppen mit der „Ludwig Seuss Band“ (Eintritt frei).

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