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Sonnenstrom: Derzeit gibt es im 15 Solarparks im Landkreis Weilheim-Schongau.

Die Stadtwerke planen

Zwei Solarparks für Penzberg

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Die Penzberger Stadtwerke wollen nahe der Staatsstraße nach Bichl zwei Solarparks errichten. Die zwei Photovoltaik-Felder sollen beidseits der Strecke entstehen.

Penzberg – Läuft alles glatt, könnten die beiden Solarparks ab Mitte nächsten Jahres Strom liefern. Es wäre zwar bei Weitem nicht der größte Solarpark im Landkreis Weilheim-Schongau, aber er könnte mit den anderen mithalten. Laut Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer würde dessen Leistung ausreichen, um 470 Haushalte zu versorgen.

Die zwei geplanten Standorte liegen an der Staatsstraße Penzberg-Bichl: der eine etwa 500 Meter hinter dem Penzberger Ortsausgang links der Strecke, der andere kurz hinter der Abzweigung nach Edenhof und St. Johannisrain rechts der Staatsstraße. Nötig ist dafür, einen eigenen Bebauungsplan aufzustellen. Der Penzberger Bauausschuss stimmte diese Woche geschlossen zu, ihn auf den Weg zu bringen. Ein Ja ist nun auch vom Stadtrat erforderlich.

„Diese Chance ist einmalig“, warb Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer im Bauausschuss für die zwei großen „Freiflächen-Photovoltaikanlagen“ an der Staatsstraße. Mittlerweile seien derartige Anlagen nur noch an den Randstreifen von Autobahnen und Bahnstrecken sowie auf Konversionsflächen möglich – das sind zum Beispiel brachliegende ehemalige Militär- und Industrie-Areale. In Penzberg, so Vilgertshofer, seien die Möglichkeiten sehr gering. Die beiden Flächen würden sich im 110-Meter-Randstreifen der Bahnlinie befinden. Ihm zufolge ist die Frage des Leitungsanschlusses gelöst. Mit den Grundstückseigentümern befinde man sich im Gespräch. Der Pachtvertrag soll laut Vilgertshofer mindestens zwanzig Jahre laufen. Die beiden Anlagen, erklärte er, hätten jeweils eine Leistung von maximal 750 Kilowatt. Die Vergütung für den eingespeisten Strom betrage zirka acht Cent.

Grundsätzlich begrüßt wurde das Projekt von allen Ausschussmitgliedern. Thomas Keller (SPD) bat jedoch darum, die Photovoltaikanlagen „optisch verträglich in die Natur einzubetten“. Als Negativbeispiel nannte er das neue Fernwärme-Kraftwerk neben der alten Wellenbadturnhalle – „ein Blechkübel“, wie er sagte. Auf eine Frage von Dr. Johannes Bauer (Grüne) versicherte Vilgertshofer, dass für die Anlagen kein Wald gerodet werden müsse. Als nicht optimal bezeichnete Manfred Reitmeier (BfP) die zwei Standorte – weil „schwarze Kästen“ bei der Fahrt nach Penzberg nicht schön sind und Autofahrer geblendet werden könnten. Vilgertshofer antwortete darauf, dass man darauf achte, die Anlagen verträglich ins Landschaftsbild einzubetten und ein Blendgutachten – das ist Standard – wegen des Straßenverkehrs erstellen werde. „Schön sind diese Anlagen alle nicht, aber notwendig, wenn man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner.

15 Solarparks gibt es momentan im Landkreis Weilheim-Schongau. Die Felder mit der höchsten Leistung befinden sich in Antdorf (3,5 Megawatt), in Pähl (2,4 Megawatt) und in Schongau (2,1 Megawatt). Penzberg läge mit seiner Leistung – zusammengerecht 1,5 Megawatt – im Mittelfeld. Der leistungsstärkste Solarpark im Landkreis soll bei Sachsenried entstehen – mit rund sieben Megawatt Leistung und auf einer Fläche von rund 14 Hektar.

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