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Das Penzberger Stadtmuseum.

Abschied von Museums-Träumen

Penzberg – Schwirrten noch vor gar nicht allzu langer Zeit Visionen von einem gemeinsamen Haus für Campendonk- und Bergwerksmuseum durch die Penzberger Kulturwelt, ist jetzt pure Vernunft angesagt.

„Wir brauchen eine realistische Lösung, aus finanzieller und zeitlicher Sicht“, bekräftigte Richard Kreuzer, Vorsitzender des Freundeskreises Heinrich Campendonk bei einem Presse-Gespräch. Vier Penzberger Kulturvereine fordern kurzfristig einen Anbau an das Stadtmuseum und weitere Investitionen in das Bergwerksmuseum. Beide Museen weisen erhebliche Sicherheitsmängel auf.

„Es ist die kleine Lösung“, räumte Kreuzer ein. „Es wird kein großes Fass aufgemacht.“ Aber es sei das Ergebnis reichlicher Überlegungen und Diskussionen zwischen den beteiligten Vereinen. Alle anderen bisher bekannten Alternativen, inklusive des Traumes von einer „großen Lösung“, dem Museum am Stadtplatz, würden momentan zu viele Nachteile bergen. Man könne sich keine langwierigen Prozesse leisten, weil die Zeit drängt, so Kreuzer. Nicht zuletzt auch, weil die Campendonk-Leihgabe der Familie Mast an das Stadtmuseum auf 15 Jahre befristet sei.

Außerdem sollte man auf der Welle des Erfolges der jüngsten Ausstellungen reiten, wenn es um mögliche Geldgeber geht.

Kreuzer ist dabei sehr zuversichtlich, dass die Stadt Penzberg nur einen geringen finanziellen Anteil der Gesamtkosten aufbringen muss. Es würden sich zahlreiche Fördermittel, zum Beispiel von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, anbieten.

Auch beim Bergknappen-Verein ist Realismus eingekehrt. „Die Idee eines Museums am alten Schlachthof wird endgültig beerdigt“, sagte Peter Glück.

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