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Gaudi auf dem Wasser: 2016 fand im Wellenbad ein Badewannenrennen statt. Derartige Veranstaltungen gab es immer wieder.

Zum Abschied gibt es freien Eintritt

Penzberger Wellenbad schließt: Besucher berichten von ihren Erinnerungen

Nach 43 Jahren wird das Penzberger Wellenbad am 30. Juni seinen öffentlichen Badebetrieb einstellen. So manche seiner Gäste blicken mit Wehmut auf viele schöne Jahre in dem Schwimmbad zurück.

Penzberg – „Heimat“. Dieses Wort fällt Annett Peternek als erstes ein, als sie gefragt wird, was ihr denn das Penzberger Wellenbad bedeute. „Es ist Heimat“, sagt die Rentnerin. „Seit 35 Jahren komme ich her, und jetzt werde ich vertrieben.“ Einmal pro Woche fährt die Frau aus Eberfing zum Schwimmen ins Penzberg Bad. Vor allem deshalb, sagt sie, weil die Massagedüsen im Warmwasserbecken für ihre Rückenprobleme ideal eingestellt seien. Nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach. „Die brauche ich für meine Gesundheit.“

Legendärer Sprung: Bei der Einweihung des Bades 1976 sprang der damalige Penzberger Bürgermeister Kurt Wessner im Anzug von der 3-Meter-Plattform.

Viele neue Bekannte und sogar Freunde habe sie im Laufe der Jahre im Schwimmbad gefunden. Hier treffe man sich, ziehe gemeinsam seine Bahnen und tausche sich aus. So etwa mit dem älteren Herrn aus Dürnhausen, der namentlich zwar nicht genannt werden möchte, der aber nachdrücklich betont, wie wichtig ihm das Penzberger Wellenbad im Laufe der Jahre geworden sei. Fünfmal pro Woche komme her zum Schwimmen und um sich seinen Rücken von den Unterwasser-Düsen massieren zu lassen. „Hier ist es einfach schön. Und billig ist es auch“, sagt der Rentner. 

Hier geht es auch um das Baden in Penzberg: Stadt Penzberg kann Badestege wieder öffnen – aber erst im Juli

Josef Englert kommt seit rund 20 Jahren einmal wöchentlich vor allem zum Saunieren ins Wellenbad. Dabei hätte der Kochler in seinem Heimatort eine Therme quasi direkt vor der Haustüre. Aber da will er nicht hin. In Penzberg sei das Ambiente schöner. „Es ist noch bürgerlich und nicht so übertrieben“, findet er. 

Viele schöne Erinnerungen verbindet Maria Schön mit dem Wellenbad. Hier hat sie als werdende Mutter das Schwangerschafts-Schwimmen besucht und nach der Geburt das Babyschwimmen. Jahre sei das nun schon her. Aber Maria Schön kommt immer noch regelmäßig. „Ich verbringe seit Jahren meinen freien Tag in der Woche in diesem Schwimmbad“, erzählt sie. Beim Schwimmen und Saunieren könne sie prima entspannen.

Günther Schießle schätzt das Schwimmbad als Sportstätte. Seit 19 Jahren lebt der 75-Jährige in Penzberg. „Und seitdem komme ich etwa zweimal wöchentlich her“, sagt er. „Das Wellenbad ist für mich immer ein schöner sportlicher Ausgleich gewesen. Es hat mit hier immer gut gefallen – vor allem das warme Außenbecken.“ 

„Wir werden das Wellenbad vermissen“

Fast alle Befragte haben sich für die Zeit bis zur geplanten Neueröffnung des Wellenbades mittlerweile ein Alternativschwimmbad gesucht – wenn auch schweren Herzens wie sie sagen. Wenn der Neubau fertig ist, wollen die meisten zurückkommen. „Ich komme gerne zurück“, sagt etwa Günther Schießle. Bis es soweit ist, ist sich Annett Peternek aber sicher: „Wir werden das Wellenbad vermissen.“

An den beiden letzten Öffnungstagen, Samstag/Sonntag, 29./30. Juni, ist der Eintritt ins Wellenbad frei.

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