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In Penzberg daheim: Sibylle Dzaack (38) sonnt sich auf dem Stadtplatz.

Mein Dorf

„Das Bergwerk ist überall“

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Penzberg - Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Sibylle Dzaack, (38) lebt seit jeher in Penzberg. Dzaack ist als Bilanzbuchhalterin in Gräfelfing tätig und pendelt zur Arbeit.

Frau Dzaack, was ist für Sie das Schönste an Ihrer Heimat?

Mir gefällt gut, dass Penzberg nah an den Bergen dran ist, gleichzeitig aber eine zentrale Lage mit einer super Anbindung an die Autobahn hat. Trotzdem besticht der Ort durch seinen ländlichen Charakter.

Wo ist denn Ihr Lieblingsplatz?

Das ist definitiv Sankt Johannisrain. Das ist ein kleiner Ortsteil von Penzberg. Dort gibt’s nicht nur viele Bauernhöfe und ein kleines Kircherl, sondern auch einen superschönen Blick auf die Berge. Das ist eine richtige RuheOase, deshalb gehe ich da oft spazieren.

Was ist denn ganz typisch für Penzberg?

Ganz klar – die Geschichte rund um das Bergwerk. Die begegnet einem an allen Ecken und Enden und ist immer präsent. Vom Bergwerksmuseum bis hin zu den Wägelchen, die überall stehen. Erst im Oktober fanden zwei Tage Feierlichkeiten zur Schließung des Bergwerks vor 50 Jahren statt.

Als gebürtige Penzbergerin sind Sie sicher auch geschichtsfest, oder?

Ja. Ich kenne die Geschichte von meinem Opa. Er hat als Hauer selbst im Bergwerk gearbeitet und davon erzählt.

Das ist lange her. Wie hat sich Penzberg denn verändert?

Hm. Was mir so spontan einfällt: Bei uns gibt’s nicht so die große Auswahl an Möglichkeiten auszugehen. Aber es wird jetzt alternativ viel gemacht. Und da bin ich doch am Start (lacht).

Was meinen Sie damit?

Es gibt mehr öffentliche Veranstaltungen. Zum Beispiel die Kulturnacht, bei der Musikgruppen in verschiedenen Lokalen spielen. Oder die Schlittschuhbahn „Hannis Eismärchen“ am Stadtplatz.

Wer ist denn Hanni?

Das ist das Penzberger Stadt-Schaf. Findet man auch auf dem Wappen.

Nicht schlecht, ein eigenes Wahrzeichen. Was ist in Penzberg das Ereignis des Jahres?

Da wird jeder was anderes sagen. Ich für meinen Teil gehe gerne auf den Christkindlmarkt am Stadtplatz. Seit er dort und nicht mehr an der Bahnhofstraße stattfindet, ist er richtig schön. Man trifft dort Leute zum Ratschen, die man sonst manchmal das ganze Jahr nicht sieht.

Wie würden Sie denn den original Penzberger beschreiben?

Puh, ich glaub, den gibt’s gar nicht mehr so oft.

Sie meinen, der Ur-Penzberger stirbt aus?

Nein. Aber laut einer Umfrage leben bei uns 30 verschiedene Nationalitäten. Penzberg ist multikulti und weltoffen. Außerdem haben wir großen Zuzug durch Roche (Roche Diagnostics GmbH, Biotechnologieunternehmen/ Anm. der Red.), wodurch der Wohnungsmangel relativ groß ist.

Das einzige Problem in Penzberg?

Mir fällt sonst nichts ein. Es ist alles da, was man im alltäglichen Leben braucht. Mir geht jedenfalls nichts ab.

Wollen Sie mitmachen?

Wenn auch Sie Ihr Dorf vorstellen möchten, schreiben Sie uns an blickpunkt@merkur.de oder an Münchner Merkur, Im Blickpunkt, Paul-Heyse-Straße 2-4, 80336 München

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