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Die Feuerwehr musste zu der Schreinerei ausrücken.

Feuerwehr im Einsatz

Brand in Schreinerei

Penzberg - Stress für die Penzberger Feuerwehr: Am Samstag brannte es in der Stadt gleich zweimal.

Gegen 6.30 Uhr brannte es in einem Holzverarbeitungsbetrieb an der Nonnenwaldstraße. Verletzte gab es nicht, allerdings beträgt der Schaden laut Polizei rund 80.000 Euro. Der gesamte östliche Teil einer Arbeitshalle wurde durch die starke Rußentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer entzündete sich laut Polizei wegen der Überhitzung eines technischen Geräts in einem Raum unterhalb des Spänebunkers. Wie zu erfahren war, befindet sich dort eine Absauganlage samt Fördermotor und Schnecke für den Abtransport der Späne in die firmeneigene Heizung. Im Einsatz waren rund 50 Kräfte der Feuerwehren Penzberg, Iffeldorf und Seeshaupt, dazu das BRK mit sechs Mann.

Die Situation gestaltete sich nach Angaben des Penzberger Kommandanten Christian Abt wegen der Holzproduktion „höchsttdramatisch, weil ein Haufen Brandlast da war“. Zudem war anfangs nicht klar, wo es brennt. Der Einsatz war insofern schwierig, da die Hitzeentwicklung extrem war. In der benachbarten Halle schmolzen noch in drei Metern Höhe die Abdeckungen der Leuchtstoffröhren weg, auch Kabel verbrannten durch die Wand hindurch. Zum Glück lag der betroffene Raum ebenerdig, so dass die Helfer gut an das Feuer herankamen. Gelöscht wurde wegen des Holzes mit Wasser und nicht mit Schaum.

Gegen 11.15 Uhr war der Einsatz zu Ende, allerdings sicherte die Penzberger Wehr im Lauf des Tages das Gebäude noch zweimal mit der Wärmebildkamera. Dass sich der Firmeninhaber am Ende persönlich bei den Aktiven mit einer Brotzeit bedankte, findet der Kommandant lobenswert: „Das kommt selten vor.“ In der Schreinerei hatte es im November 2015 schon einmal gebrannt. Damals geriet ein Spänebunker in Brand, die Flammen wurden jedoch schnell gelöscht.

Am Samstag hatte die Penzberger Feuerwehr bereits kurz nach Mitternacht zum ersten Brandeinsatz an die Zwieselstraße ausrücken müssen: Gegen 0.15 Uhr hatte ein Bewohner eines Einfamilienhauses im Heizungskeller einen Schwellbrand entdeckt. Er schloss sofort die Tür, verließ das Haus und schlug Alarm. Die Feuerwehr rückte mit 28 Mann an, auch ein Rettungswagen und die Polizei waren vor Ort. Die Helfer sorgten mit einem Lüfter für Überdruck in dem Anwesen und öffneten dann erst die Tür und ein Fenster - so zogen die Rauchschaden aus dem Haus und verteilten sich nicht im Inneren. Gelöscht werden musste laut Kommandant Abt nicht, das Feuer war bereits ausgegangen. Der Polizei zufolge war wohl ein defekter Heizstab am Warmwasserboiler schuld gewesen: Dieser habe einen Kurzschluss verursacht, als sich gegen 22 Uhr das Nachtstrom-Relais zum Laden von Heizung und Boiler einschaltete. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, allerdings wurden zwei Kelleräume stark verrußt und die Heizungsanlage brannte aus. Der Schaden wird auf 25 000 Euro geschätzt.

Andreas Baar

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