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Achtung Blitz: Der „Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit“ kontrolliert; die Geräte hier wurden zu Demonstrationszwecken an der Karlstraße aufgestellt. Foto: wos

Erste Bilanz der kommunalen Kontrollen

Alle drei Tage ein Blitzer in Penzberg

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Penzberg  - Seit Mitte Januar wird im Penzberger Stadtgebiet verstärkt geblitzt. Bis Ende März gab es tagsüber 28 kommunale Tempokontrollen. Das ist alle drei Tage eine Messung.

Weil es immer wieder Beschwerden über Raser gibt, hat die Stadt, wie berichtet, für die Tempokontrollen den „Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ beauftragt. Dem Zweckverband mit Sitz in Bad Tölz, der seit 2007 besteht, gehören rund 100 Kommunen zwischen Landsberg und Chiemsee an. In Penzberg misst er nicht nur die Geschwindigkeit. Seit Mitte Oktober sind dessen Kontrolleure auch für die Park-Überwachung zuständig. Das Penzberger Ordnungsamt legte jetzt eine erste Statistik über die Kontrollen und über das daraus resultierende Verwarngeld vor.

Demnach gab es in den ersten elf Wochen bis Ende März 28 Tempokontrollen. Insgesamt standen 66 Stunden lang Radarfallen im Penzberger Stadtgebiet. Detaillierter stellte Vize-Ordnungsamtsleiter Johannes Jauß die Blitzer-Ergebnisse für den vergangenen März vor. Demnach waren an der Bichler Straße auf Höhe des Gewerbegebiets rund 17 Prozent der Kraftfahrzeuge zu schnell. Noch mehr Sünder gab es an der Sonnenstraße, wo wegen der nahen Schulen Tempo 30 gilt: Dort waren rund 30 Prozent der Fahrer zu schnell. Aufmerksam machte Jauß auch auf die März-Werte in Wölfl: Dort waren bei zwei Messungen nur knapp 0,3 Prozent der fast 1100 erfassten Kraftfahrzeuge mehr als fünf Stundenkilometer zu schnell unterwegs.

Jauß erklärte, dass eigentlich 30 Stunden Kontrollzeit im Monat vereinbart sind. Dies habe man noch nicht erreicht. Grundsätzlich wertete er 30 Stunden Kontrolle im Monat als ausreichend. Bisher wurde stets tagsüber gemessen. Jauß schlug vor, auch nachts zu messen, zum Beispiel an der Bahnhofstraße.

Wenig lukrativ

Sehr lukrativ sind die Kontrollen für die Stadt allerdings nicht. Im ersten Quartal zahlten Temposünder 8435 Euro Verwarngeld. Dem stehen rund 12 600 Euro Kosten für die Überwachung in den drei Monaten gegenüber. Laut Jauß ist die Rechnung jedoch verzerrt, da lange Zahlungsfristen für Verwarngeld gelten. Nimmt man die tatsächlich ausgestellten Verwarnungen, erhöhen sich die Einnahmen auf 13 065 Euro, was letztlich zu einem kleinen Plus von rund 436 Euro führt. Angesichts dieses Betrags „kann man nicht von Abzocke sprechen“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner.

Etwas mehr verdient die Stadt mit den Falschparkern. Laut Statistik werden fürs erste Vierteljahr fast 20 000 Euro Einnahmen aus Verwarngeld verzeichnet, und das bei Ausgaben von etwas über 16 700 Euro. So steht am Ende ein Plus von rund 3200 Euro.

Anders schaut es bei den Einnahmen aus den Parkautomaten aus: Sie betrugen rund 55 000 Euro in den ersten drei Monaten 2016. Im Vergleich zur Vergangenheit seien diese Einnahmen stabil geblieben, so Jauß. Gut angenommen werde zudem das halbstündige Gratis-Ticket. Es erfreue sich „großer Beliebtheit“, sagte Jauß.

Die detaillierten Ergebnisse der Kontrollen sind in der Donnerstagsausgabe des "Penzberger Merkur" und "Weilheimer Tagblatt" nachzulesen. 

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