Ehrung in Maria Himmelfahrt: (v.l.) Dr. Johannes Bauer, Mesner Johann Holzer, Pfarrer Gabriel Haf, Heiner Grupp und Peter Schäfer (Dekanatsleiter des Mesnerverbands). foto: baar

Mesner seit 35 Jahren

Penzberg - Die Nantesbucher Kirche Maria Himmelfahrt ist für Johann Holzer eine zweite Heimat: Seit 35 Jahren ist er dort schon Mesner. Das wurde jetzt gefeiert.

Der jüngste Gottesdienst in der Nantesbucher Kirche war für den Promberger Johann Holzer ein besonderer: Holzer, der am Tag zuvor seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, wurde in der Veranstaltung für stolze 35 Jahre als Mesner geehrt.

Seit fünf Jahren ist der Heizungs- und Lüftungsbaumeister, Vater von drei Kindern und Großvater von drei Enkelkindern, in Rente. Jeden zweiten Sonntag und an den großen Feiertagen versieht er sein Ehrenamt in Maria Himmelfahrt. Holzer ist für den Kirchenschmuck, die Gewänder, aber auch für die Reinigung, die Beleuchtung und den Außenbereich verantwortlich. Seit mehr als 60 Jahren ist er in seiner Heimatkirche tätig. Am 1. Mai 1952 feierte er sein Debüt als Ministrant. Das Amt sei „mehr oder weniger der Wunsch meiner Großeltern“ gewesen, erinnerte er sich im Pfarrbrief. Nach der ersten Messe „war ich sozusagen gesetzt“ - es gab nämlich niemand anderen. Nach Kommunion und Firmung stieg er zum Mesner auf. Das machte er bis 1972 und nach einer Pause wieder seit dem Jahr 1981.

Beim Gottesdienst hörte Holzer viel Lob. Für Iffeldorfs Pfarrer Gabriel Haf - Nantesbuch ist Filialikirche der dortigen Pfarrei - ist es „immer eine Freude“ mit ihm zusammenzuarbeiten. Dr. Johannes Bauer, Organist und zweiter Bürgermeister von Penzberg, dankte ihm als Nantesbucher und Vertreter der Stadt. Holzer möge bitte weiter als Mesner wirken, „dass ist für uns Nantesbucher das Beste“. Iffeldorfs Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heiner Grupp hob Holzers Pflichtbewusstsein hervor: Der Mesner habe „sein halbes Leben in den Dienst der Gemeinde gestellt“. Holzer sei „ein lebender Eckstein dieses Kirchenbaus“, so Grupp.

Vom Mesnerverband der Diözese Augsburg gab es für Holzer neben einer Urkunde das Mesnerabzeichen in Silber, vom Pfarrgemeinderat einen Essensgutschein und von der Stadt eine Kerze. Johann Holzer will sein Mesneramt natürlich weiter ausüben, wie er unter Applaus sagte. Weil ihm die Kirche Maria Himmelfahrt sehr viel bedeute. „Ich damit aufgewachsen."

Andreas Baar

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