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Seit 40 Jahren gibt es das Wellenbad in Penzberg.

Bürger-Votum über Wellenbad-Zukunft?

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Penzberg - Den Wellenbad-Plänen in Penzberg droht das Aus. Im Rathaus wird mittlerweile darüber nachgedacht, die Bevölkerung über Neubau oder Schließung abstimmen zu lassen.

Vor einem Jahr hatte der Penzberger Stadtrat bekräftigt, das mittlerweile 40 Jahre alte Wellenbad energetisch sanieren und erweitern zu wollen – insbesondere um das enorme Defizit in den Griff zu bekommen. Damals hieß es, dass der Umbau für 2017 und 2018 vorgesehen ist. Die Kosten wurden auf 10,1 Millionen netto beziehungsweise 12 Millionen Euro brutto geschätzt. Das scheint nun nicht mehr zu gelten. Die Sanierungskosten für das Wellenbad, das mittlerweile unter Regie der Stadtwerke steht, sind offenbar weit höher. Konkrete Zahlen wollte auf Nachfrage niemand nennen. Es hieß aber, dass die Sanierungskosten mittlerweile deutlich über 13 Millionen Euro liegen würden und ein Neubau im Vergleich dazu nicht mehr sehr viel teurer wäre – wobei es bei einem Neubau darauf ankäme, ob das neue Hallenbad eine Rutsche erhielte und noch einen Wellenbetrieb hätte.

Danach befragte, sprach Bürgermeisterin Elke Zehetner die hohen Defizite an, die die städtische Einrichtungen – nicht nur das Wellenbad – verursachen. Sie kündigte an, diese Zahlen beim Haushaltsbeschluss im November auf den Tisch zu legen und zu fragen, „was wir uns an Defizit noch leisten können und wollen“. Vor diesem Hintergrund spielt Zehetner mit dem Gedanken, bezüglich der Wellenbad-Zukunft ein Ratsbegehren zu starten, also die Bevölkerung darüber abstimmen zu lassen, ob das Bad geschlossen wird oder ein Neubau entstehen soll. Angesichts der gestiegenen Kosten kann sie sich eine Sanierung des Wellenbads nicht mehr vorstellen. „Nach der Stadthallen-Renovierung dürfte auch jedem im Stadtrat dazu die Lust vergangen sein“, fügte sie an. Ein Neubau würde ihr zufolge jedenfalls nicht sehr viel mehr kosten.

Die Stadtratsfraktionen haben derzeit die Aufgabe, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es weitergehen soll. Dabei geht es zum Beispiel darum, ob die Unwägbarkeiten einer Sanierung zu groß sind oder ob man sich bei einem Neubau eine Rutsche oder einen Wellenbetrieb leisten kann. „Von früheren Träumereien lässt sich sicher nicht alles verwirklichen“, sagte dazu ein Stadtratsmitglied. Insgesamt sind die Aussagen aus den Stadtratsreihen eher zurückhaltend, schließen will es aber keiner.

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