Tauschaktion im Museum

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Penzberg - Im neuen „Museum Penzberg“ startet das große Umräumen. Die Campendonk-Papierarbeiten müssen ausgetauscht werden. Es entsteht praktisch eine neue Schau.

Die seit der Wiedereröffnung des städtischen Museums Anfang Juni gezeigte Campendonk-Ausstellung wird aus konservatorischen Gründen umgebaut: Die bisher zu sehenden empfindlichen Aquarelle und Tuschpinselzeichnungen müssen nach drei Monaten zu ihrem Schutz wieder ins Depot zurück. Dafür kommen gut 40 andere Werke Heinrich Campendonks (1889-1957) an die Wände. Wegen der großen Nachfrage wird die Sonderschau zudem bis Jahresende verlängert. Dies teilt Museumsleiterin Gisela Geiger mit.

Zwei Tage lang wird umgeräumt. Geiger: „Alle Papierarbeiten werden ausgetauscht.“ Um den laufenden Museumsbetrieb nicht zu stören, wurden die Arbeiten in die Schließzeiten gelegt. Am 15. September wird die neue Schau eröffnet. Die Folge ist ein enger Zeitplan: „Wir müssen uns sputen“, sagt die Leiterin. Bei allem Umbau: Die Konzeption der Campendonk-Schau bleibt. Die weniger anfälligen Ölgemälde sind weiter in einem Raum ausgestellt. Die ausgewechselten Zeichnungen, Aquarelle und Tuschearbeiten machen jedoch einen besonderen Reiz aus, findet Gisela Geiger: „Es ist wie eine neue Ausstellung.“

Diese wurde nach ihrer Aussage bislang sehr gut besucht. Geiger spricht von einem „super Interesse“, und zwar aus ganz Deutschland. Rund 4200 Besucher hat Geiger in den zwei Monaten seit der Eröffnung gezählt - geht das so weiter, wird der von der Stadt angesetzte Jahresschnitt 10 000 bis 15 000 Besuchern übertroffen. Andrang herrscht sonntags und donnerstags, freitags kommen Besucher dagegen „um in Ruhe zu schauen“, sagt die Leiterin. Einzug hält laut Geiger auch ein „neuer Star“ im Museum: Campendonks „Tanz“ von 1912 wird neues Titelbild der Ausstellung.

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