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Das HAP-Werk in Penzberg.

HAP steht vor tiefen Einschnitten

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Penzberg - Das Unternehmen "Hörmann Automotive Penzberg" (HAP) steht vor tiefen Einschnitten - es droht ein Arbeitsplatz-Abbau.

Beim Unternehmen „Hörmann Automotive Penzberg“, kurz HAP, stehen tief greifende Veränderungen bevor, die einen Arbeitsplatz-Abbau zur Folge haben. Zum einen hat der zweitgrößte Arbeitgeber in Penzberg einen Großauftrag verloren. Zwei Drittel der Rohrfertigung werden wegfallen. Nach Angaben der Geschäftsführung ist dies rund ein Zehntel des Jahresumsatzes. Zum anderen hat der Automobilzulieferer angekündigt, als Reaktion darauf die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen zu wollen. Das bedeutet: Die Produktion von kleinen Teilen soll in ein neues Tochterunternehmen in der Slowakei verlagert werden. Geplant ist, dass dieses Werk bereits im Dezember seinen Betrieb aufnimmt. In Penzberg soll zugleich verstärkt auf Automatisierung gesetzt werden.

HAP-Geschäftsführer Gerhard Schneider bestätigte am Freitag die Einschnitte auf Anfrage dieser Zeitung. Die Mitarbeiter wurden bereits informiert. Nächste Woche soll es eine Betriebsversammlung geben.

Sowohl der Verlust des Großauftrags als auch die Verlagerung eines Teils der Produktion in die Slowakei und die geplante Automatisierung werden Arbeitsplätze kosten. Wie viele das sind, vermochte Geschäftsführer Schneider gestern nicht zu sagen. Momentan sind in dem Werk 729 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 86 Leiharbeiter. Laut Schneider wird zunächst die Zahl der Leiharbeiter abgebaut. Was darüber hinausgeht, soll seinen Worten nach sozial verträglich geschehen.

Hauptkunde von HAP ist der MAN-Konzern. Ausgangspunkt für die bevorstehenden Änderungen ist laut Geschäftsführer Schneider, dass MAN die bisher bei HAP gefertigten Rohre wieder selbst herstellen will – deshalb der Verlust des Großauftrags. Ziel ist ihm zufolge, den Standort bis 2019 wettbewerbsfähig zu machen.

(mehr zu den Hintergründen und Folgen in der Wochenendausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

 

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