Eberfing

Platz für 20 Asylbewerber

Eberfing - Rund 20 Flüchtlinge können in Gebäude der Kirche und Privathäusern unterkommen. "Mobile Homes" sind dagegen vorerst vom Tisch.

Die Gemeinde Eberfing ist bereit für die Aufnahme von mehr Asylbewerbern. Derzeit leben in der Gemeinde zwei Flüchtlinge, diese sind seit November privat untergebracht. Den Zuwachs gab Bürgermeister Georg Leis in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. „Es sind Plätze für 20 Personen da“, erklärte der Rathaus-Chef auf Nachfrage.

Leis nennt es „eine glückliche Lage“, in der sich die Kommune befinde: Die Gemeinde muss nämlich nicht selbst für die Unterbringung sorgen, wohnen sollen die Flüchtlinge in einem kirchlichen Gebäude, das früher Pensionspfarrer beherbergte und unlängst freigeworden ist, sowie in Privatimmobilien. Alle Objekte sind laut Leis vom Landkreis für den Freistaat angemietet worden und werden derzeit für die Aufnahme der Asylbewerber vorbereitet.

Wann diese nach Eberfing kommen, ist allerdings noch unklar. Der Bürgermeister rechnet damit, dass dies bereits im Januar geschehen kann. Denn der Druck auf das Landratsamt wächst weiter. Die Zuweisungszahlen von Flüchtlingen durch die Regierung von Oberbayern steigen stetig an. Im November kletterte die wöchentliche Ankunft von 35 auf 44 Personen, seit 21. Dezember sind es 55 Menschen, teilt Landratsamtssprecher Hans Rebehn mit. 1401 Asylbewerber lebten zum Stichtag 4. Januar im Kreis Weilheim-Schongau. Darunter waren 48 so genannte Fehlbeleger – anerkannte Asylbewerber, die aber noch in einer Flüchtlingsunterkunft wohnen.

In Eberfing bereitet man sich auf die neuen Mitbürger vor. Im November gab es eine Infoversammlung zum Thema, im Dezember gründete sich ein Helferkreis. Dieser zählt rund 30 Aktive. Konkrete Strukturen gibt es laut Leis aber noch nicht, zurzeit werde intern die Organisation aufgebaut. Inwieweit die Gemeinde selbst Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, ist völlig ungewiss. Die Gemeinde habe keine geeigneten Gebäude, sagt Leis. Die noch im Oktober im Gemeinderat angedachten „Mobile Homes“ jedenfalls sind für den Bürgermeister „momentan vom Tisch“. Hauptgrund: Es fehle ein passender eigener Standort. Es gebe zwar Grundstücke, sagt der Bürgermeister, „aber die sind unmittelbar angrenzend an die Bebauung“.

Leis ist deshalb „sehr froh und dankbar“ über die jetzigen Alternativen. Er macht aber auch klar, dass mit den 20 Flüchtlingen nicht Schluss sein muss: „Wenn weiter Bedarf besteht, werden wir schauen.“

Andreas Baar

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