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2500 Euro für eine zweite Hochwasserpumpe der Feuerwehr wurden beim Fest von „HK Engeneering“ gespendet: (v.l.) Bürgermeisterin Felicitas Betz, Manfred Gabriel (Weinbruderschaft), Unternehmer Hans Kleissl und Tochter Violet, Landrätin Andrea Jochner- Weiß, Hans Hager (MSC) und Wolfgang Wohner („HK Classics“). Die Weinbrüder und der MSC hatten sich um die Verköstigung der Gäste gekümmert.

Alte Ziegelei in Polling

Besuch im Reich der „Flügeltürer“

Polling - Der erste Bauabschnitt in der alten Ziegelei ist abgeschlossen. Mit einem Fest und Führungen für Oldtimerfans wurden die Gebäude eröffnet.

Eine neugierige Menschenmenge bevölkerte am Samstag den Klosterort Polling. Grund war die Einweihung des ersten Bauabschnittes der alten Ziegelei, die so manchen Besucher anlockte. „Guter Ruf ist kostbarer als großer Reichtum, hohes Ansehen besser als Silber und Gold“, sagte Pollings Pfarrer Martin Weber bei der Segnung der Baulichkeiten. Und er traf damit den Kern für die Zukunft des Ortes. Denn Polling zeichnet sich nicht nur weltweit durch den renommiertesten Restaurationsbetrieb für Oldtimer, betrieben in den ehemaligen Klostergebäuden aus. Mit dem Ausbau der alten Ziegelei zu einem Kulturzentrum macht sich Polling über den Landkreis hinaus einen Namen. Verursacher dieser Entwicklung ist Hans Kleissl, Geschäftsführer der „HK-Enginieering“. Als gebürtiger Regensburger ist er nicht unbedingt mit Polling verwandt. Aber in seiner Dankesrede sagte der Unternehmer: „Ich bin in Polling sofort gut aufgenommen worden – auch wenn ich ein Exot bin.“

Als Exoten empfinden ihn die Bürger von Polling gar nicht mehr. Eher Bewunderung für die Energie und den Elan, den Kleissl in sein Projekt steckt, kommt auf. Auch bei Pollings Bürgermeisterin Felicitas Betz war das herauszuhören. „Die Planung für den Umbau der alten Ziegelei begann erst vor drei Jahren“, sagte sie. Betz bewunderte das schnelle und strikte Vorgehen des Bauvorhabens. „Mit der Filiale in Berlin hat das Unternehmen 60 Mitarbeiter“, teilte Kleissls Partner Wolfgang Wohner mit, rund 45 arbeiten in Polling.

Am Samstag standen endlich auch einmal für manchen, meist männlichen, Oldtimerfan die Türen offen zum Allerheiligsten in der Tiefgarage des Unternehmens. „Geschätzte 35 Millionen stehen hier“, sagte Markus Wilhelm, der mit Wolfgang Matten die Führung machte. Der berühmte Mercedes-Benz 300 SL, der „Flügeltürer“, ist das Hauptobjekt hier. „Ich finde die Autos toll“, sagte eine junge amerikanische Besucherin begeistert. Aus Amerika kommen die meist schrottreifen Kultfahrzeuge auch her, die in der Pollinger Werkstatt restauriert werden und dann zum Verkauf stehen. In der alten Ziegelei, dem beginnenden Kulturzentrum, sind das ganze Jahr über Oldtimer ausgestellt. Ein weiterer Veranstaltungsraum und ein Restaurant sind geplant.

Es gibt viel zu tun, aber am Samstag wurde erst einmal gefeiert. Der Reinerlös an diesem Tag kam der Feuerwehr zugute. Und nicht nur das Kulinarische füllte die Kasse. Mit einem weißen Mercedes Benz Cabrio konnte man sich für wenig Geld durch den Ort kutschieren lassen. Vorbesitzerin war die Popikone Madonna. Polling weltweit!

Regina Wahl-Geiger

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