Elf der 13 Kandidaten der „Unabhängigen Wählerliste Polling-Etting-Oderding“: (v.l.) Bernadette Karg, Hannes Klotz, Christoph Ortner, Angelika Karg, Robert Erhard, Rudolf Herz, Claudia Endres (sitzend), Tessa Reich, Martina Hawel, Ulrike Seeling und Babaak Yahya.

„Unabhängige Wählerliste “

Ulrike Seeling will Pollinger Bürgermeisterin werden

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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In Polling gibt es bei den Kommunalwahlen einen Dreikampf um den Chefsessel im Rathaus. Neben Amtsinhaberin Felicitas Betz (Wahlgemeinschaft Polling) und Martin Pape (CSU) hat nun auch Ulrike Seeling („Unabhängige Wählerliste Polling-Etting-Oderding“) ihren Hut in den Ring geworfen.

Polling – 26 Ja-Stimmen: Es war ein einhelliges Vertrauensvotum, das Ulrike Seeling bei der Aufstellungsversammlung der „Unabhängigen Wählerliste Polling-Etting-Oderding“ erhielt. Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Inklusive Gäste fanden rund 100 Besucher den Weg ins Gasthaus „Neuwirt“. Politische Themen gibt es im Klosterdorf genug – und das nicht erst seit der hitzigen „Stoa 169“-Diskussion. Auch die Kündigung von langjährigen Rathausmitarbeitern sorgt derzeit für Gesprächsstoff. „Ich habe eine Chance bei der Wahl – mehr sage ich dazu nicht“, deutet Seeling im Gespräch mit der Heimatzeitung gewisse Dissonanzen in der Rathauspolitik an. Sie hofft auf einen fairen Wahlkampf und „will keinem sagen, was er falsch gemacht hat“.

Seeling, die seit zwölf Jahren im Pollinger Gemeinderat sitzt, will stattdessen aufzeigen, in welchen Bereichen sie ihre Schwerpunkte als Bürgermeisterin setzen würde. Dazu gehört unter anderem eine stärkere Bürgerbeteiligung: „Der versammelte Sachverstand einer Gemeinde sitzt nicht nur im Gemeinderat und beim Bürgermeister“, meint Seeling. Gerade auch bei den Planungen für den Hochwasserschutz müsse man „die Bürger noch mehr mitnehmen“.

Ausbau des ÖPNV als Kernthema

Ein weiteres Kernthema ist für Seeling der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit einer Reaktivierung des Pollinger Bahnhofs, mit Sammeltaxis und der Einrichtung eines Dorfbusses oder der bereits einmal angedachten Anbindung an den Weilheimer Stadtbus. „Da ist unsere Kreativität gefragt.“ Ebenso ein Schwerpunkt ihrer Agenda: Die Implementierung der Gemeinwohlökonomie und ein maßvolles Wachstum. Seeling, eine gebürtige Saarländerin, kandidiert übrigens auch auf der Liste „Unabhängige Weilheim-Schongau“ für den Kreistag. 2014 hatte sie das bereits für die Freien Wähler getan. Doch denen hat die Mutter von drei erwachsenen Kindern inzwischen wieder den Rücken gekehrt. „Parteipolitik, das ist nicht meins“, sagt Seeling, die Ausbildungen als biologisch-technische Assistentin, Erziehungsmediatorin und Betriebswirtin durchlaufen hat. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Landschafts- und Gartenbaubetrieb ihres Mannes mit. Auch ist sie in vielen Ehrenämtern engagiert – etwa als stellvertretende Vorsitzende im Bürgerverein Oderding und Vorsitzende im „Verein zum Erhalt des Oberlands“. 

13 Kandidaten auf Liste für Gemeinderat

Unterstützt wird Seeling, die sich als ausgewiesene „Teamplayerin“ bezeichnet, im Wahlkampf von einer 13-köpfigen Gemeinderatskandidatenliste – die, wie sie sagt, „ein super Spektrum und einen tollen Querschnitt durch Polling bietet“: „Wir haben Einheimische, Zugereiste, Ältere und Jüngere. Es ist ein super Mix.“ Seelings Ziel: „Vier bis fünf Kandidaten in den Gemeinderat bringen.“

Lesen Sie auch: Rückenwind für Felicitas Betz in Polling  und

Martin Pape will Bürgermeister werden


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