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Aktuelles aus der Gemeinde gab es von Bürgermeisterin Felicitas Betz (l.), neben der ihre Mitarbeiter Susanne Zwick und Walter Hildebrandt auf der Bühne saßen.

Bürgerversammlung

Polling ist gefordert – in vielerlei Hinsicht

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Wichtige Projekte für Polling sind der Hochwasserschutz und das Gewerbegebiet Achalaich. Bei der Bürgerversammlung ging es auch um sie, aber vorwiegend um andere Themen.

Polling – Das zurückliegende Jahr sei von vielen kleinen Dingen geprägt gewesen, sagte Bürgermeisterin Felicitas Betz am Dienstagabend in der Tiefenbachhalle. Zu den Projekten, über die sie sprach, gehört auch der begonnene Umbau des Rathauses, das an die gemeindliche Nahwärmeversorgung angeschlossen und dessen EDV modernisiert wurde.

Während die Raumsituation der Pollinger Verwaltung durch den Umbau verbessert worden sei, bereitet Betz die in der gemeindlichen Kindertagesstätte Sorgen. Die Platzverhältnisse in der Einrichtung mit Krippe, Kindergarten und Hort seien „am Anschlag“, sagte die Bürgermeisterin. Sie würden die Gemeinde angesichts einer steigenden Geburtenrate am Ort in den nächsten Jahren voraussichtlich stark beschäftigen.

37 kleine Pollinger wurden heuer bisher geboren, im gesamten Vorjahr waren es 25. „Nicht tragbar“ ist es laut Betz, dass Frauen aus Polling ihre Kinder derzeit nicht im Krankenhaus Weilheim zur Welt bringen können, da die dortige Geburtenstation vorübergehend geschlossen ist.

Unter dem Schlagwort „Gemeindliche Infrastruktur“ kam Betz darauf zu sprechen, dass heuer eine Teilsanierung des örtlichen Wasserleitungsnetzes genauso erfolgte wie die Asphaltierung des Gehweges an der Hofmarkstraße, der als Schulweg eine Rolle spielt. Mit Hilfe der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) will das Dorf ab dem kommenden Jahr Problemen mit Falschparkern und Temposündern zu Leibe rücken.

Zu den Projekten, die auch die kommenden Jahre prägen werden, gehört neben dem Gewerbegebiet Achalaich (Zahlen siehe Kasten) auch die Dorferneuerung mit Flurbereinigung in Etting, die laut Betz 2019 abgeschlossen sein soll.

„Es ist nicht so, dass ich verweigere“

Auch wenn die Bürgermeisterin dem Hochwasserschutz, der heuer bereits Gegenstand einer eigenen Bürgerversammlung gewesen war, am Dienstag nur wenig Zeit widmen wollte – das Thema kam immer wieder zur Sprache. So wurde Betz in der Diskussion nach ihrem Rechenschaftsbericht um ein Treffen mit Grundstückseigentümern und anderen Betroffenen gebeten. „Es ist nicht so, dass ich verweigere“, sagte die Bürgermeisterin, doch das Vorhaben sei für so ein Treffen noch nicht weit genug gediehen. Der nächste Schritt beim Hochwasserschutz-Projekt sei das Verfahren mit europaweiter Ausschreibung der Planung.

Auf die „enormen Probleme“ mit Bibern am Tiefenbach angesprochen, erklärte Betz, sie werde den Wunsch nach einer „starken Entnahme“ der Tiere gern „mit Nachdruck“ ans Landratsamt weitergeben. Auch der Gemeinde entstünden durch die Biber „immense Kosten“; Gemeindearbeiter rückten täglich zu Kontrollen aus.

Ein „Tag der offenen Tür“

im Rathaus, dessen Umbau 2018 fortgesetzt werden soll, ist für Sonntag, 3. Dezember, (den Tag des Pollinger Adventsmarkts) von 10 bis 14 Uhr vorgesehen.

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