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Spatenstich vor großem Publikum: Der Kreisverband der „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen“ errichtet in Polling drei neue, miteinander verbundene Häuser. 2018 sollen sie fertig sein. 

Drei-Millionen-Projekt in Polling

Spatenstich für „Lebenshilfe“-Häuser

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Locker und fröhlich ist es zugegangen beim ersten Spatenstich für die neuen Häuser der „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen“ in Polling. Auch einige der derzeit 45 Menschen, die in den bestehenden „Lebenshilfe“-Gebäuden betreut werden, nahmen sichtlich gern einen Spaten in die Hand und ließen Erde durch die Luft fliegen.

Polling–Drei miteinander verbundene Häuser sollen für mehr als drei Millionen Euro in direkter Nachbarschaft zu den „Oberland Werkstätten“ entstehen (wir berichteten). Finanziert werden sie auch über Wohnungsbaudarlehen der Regierung von Oberbayern (rund 2,3 Millionen Euro) und Eigenmittel der „Lebenshilfe“ (etwa 600.000 Euro). Von der „Aktion Mensch“. erhofft sich Helmut Guggenmos, Vorsitzender des „Lebenshilfe“-Vereins im Landkreis, eine Finanzspritze von rund 160.000 Euro.

Auch Bürgermeisterin Felicitas Betz ging beim Spatenstich darauf ein, warum die neuen Häuser nötig sind: Bei den Mitarbeitern und Bewohnern der „Lebenshilfe“-Einrichtung in Polling hätten sich schlichtweg „mit der Zeit andere Bedürfnisse“ entwickelt. Diesen Bedürfnissen wird nun mit dem Neubau Rechnung getragen, der auch die Betreuung einiger weiterer Menschen ermöglicht.

Um die Wohnqualität zu verbessern, löst die „Lebenshilfe“ nach Auskunft Guggenmos’ die bestehenden Doppelzimmer auf – und braucht dann auch die Einzelzimmer im Neubau. Dort sollen zudem Appartements für das „Ambulant betreute Wohnen“ geschaffen werden. Diese Appartements sind für Menschen gedacht, die laut dem Vereinsvorsitzenden „ein relativ selbstständiges Leben“ führen können. Außerdem soll die Tagesbetreuung für Senioren von ihrem derzeitigen Provisorium in den Neubau umziehen.

Er sei „saumäßig froh, dass es losgeht“, sagte der geschäftsführende Wohnstätten-Leiter Thomas Gania beim Spatenstich. Bis die „Lebenshilfe“ mehr Platz hat, dauert es allerdings noch etwas: Guggenmos hofft, dass die drei neuen Häuser Ende des kommenden Jahres bezogen werden können.

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