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Vertragsunterzeichnung am Brunnenhäusl neben der Kirche St. Andrä in Etting mit Eberfings Bürgermeister Georg Leis (links), der Pollinger Bürgermeisterin Felicitas Betz und ihrem Stellvertreter Martin Pape. 

Etting und Eberfing machen gemeinsame Sache

3,7 Millionen fürs Wasser

Rund 3,7 Millionen Euro hat sich die Gemeinde Polling die Ertüchtigung ihrer Wasserversorgung kosten lassen. Vorerst letztes Projekt war der Bau eines Brunnenhauses an der Kirche St. Andrä, das auch die Eberfinger Nachbarn nutzen.

Etting – Mit Wasser aus dem Brunnen haben Bürgermeisterin Felicitas Betz und ihr Eberfinger Kollege Georg Leis die interkommunale Zusammenarbeit begossen. Innerhalb der nächsten beiden Jahre wird die Gemeinde Eberfing ihre Notwasserversorgung über das Brunnenhaus in Etting regeln, die dafür nötigen Leitung werden noch gebaut, so Bürgermeister Leis. Die exakte Höhe der Kosten ist noch offen. Die Gemeinde zahlt für ihre gesetzlich vorgeschriebene Notversorgung jährlich 1750 Euro sowie einmal 15.000 Euro für den Neubau sowie die Kosten für das Wasser, wenn sie welches entnimmt.

Für die Gemeinde Polling sind damit die Arbeiten für ihre Wasserversorgung nahezu abgeschlossen – auch der Bau eines Pumpwerkes beim Gewerbegebiet Achalaich, von wo aus die Gemeinde im Notfall versorgt werden soll (Kosten: 320.000 Euro). Der Bau des Brunnenhauses (rund 420.000 Euro) unterhalb der häufig als als Fotomotiv genutzten Kirche St. Andrä war nicht ganz unumstritten. Bürger sorgen sich, dass die Ansicht durch das Holzhaus verschandelt werde. Dem sei nicht so, so Betz, der Bau sehe aus wie ein normaler Stadel und liege deutlich unterhalb der Sichtachse. Außerdem befinden sich zwei Drittel des Gebäudes unter der Erde.

Für die Wasserwarte wird die Arbeit deutlich einfacher, bislang war der Schacht am Brunnen nämlich nicht überdacht, wie Markus Pröbstl erklärte. Die Wasserwarte mussten dort bei Wind und Wetter im Freien arbeiten – und das seit Jahrzehnten.

Mit dem Bau des neuen, wesentlich größeren rund 1,75 Millionen Euro teuren Hochbehälters am rund 500 Meter entfernten Schafberg ist bereits im vergangenen ein Meilenstein in der neuen Wasserversorgung abgeschlossen worden. Seit diesem Jahr sind auch die Oderdinger ans Gesamtnetz der Gemeinde angeschlossen worden. Bis dahin erhielten sie ihr Wasser aus Weilheim. Kosten für die neue Leitung: 775.000 Euro, die Leitung vom Brunnen zum Hochbehälter kostet 390.000 Euro.

Die Ausgaben werden abzüglich der staatlichen Förderung auf die Gebührenzahler umgelegt. Laut Betz wurde der Druck in den neuen Leitungen stabiler und auch etwas höher, Das könnte die zum Teil über 50 Jahre alten Leitungen vor Probleme stellen. Es kam vereinzelt zu Wasserrohrbrüchen. Die Bürgermeisterin will dazu die Bürger noch genauer informieren.

Johannes Thoma

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