Polling: Nach dem Hochwasser

Was gegen Überschwemmungen helfen könnte

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Polling - Was hilft gegen Überschwemmungen? Der Kommandant der Feuerwehr Polling machte dem Gemeinderat gegenüber Vorschläge.

„Irgendwas mit dem Bach müssen wir machen“, sagte Feuerwehrkommandant Sebastian Boscolo im Pollinger Gemeinderat. Er stellte eine Reihe von Vorschlägen vor, wie sich das Risiko von Hochwasserschäden aus seiner Sicht künftig reduzieren ließe. Zweimal war es in Polling Anfang Juni zu Überschwemmungen im Bereich von Tiefenbach und Russengraben gekommen. Am 5. Juni wurde sogar der Katastrophenfall ausgelöst (wir berichteten). Beim Hochwassereinsatz an diesem Tag entstanden laut Bürgermeisterin Felicitas Betz „immense“ Kosten. Allein 42 Feuerwehren waren vor Ort.

An Hochwasseropfer aus dem Dorf sind laut Betz inzwischen knapp 50 000 Euro als Unterstützung ausbezahlt worden. Etwa 30 Anträge auf finanzielle Hilfe gingen bisher bei der Gemeinde ein. Diese kommen von Privathaushalten genauso wie von gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben, wie Betz auf Nachfrage erklärte.

Wie könnte der Überschwemmungsgefahr nun begegnet werden? Im Areal zwischen Tiefenbach und den Häusern an der Hofmarkstraße könnte laut Feuerwehrkommandant Boscolo eine Geländeanpassung in der Art eines Damms helfen. „Dadurch würden die Einsatzkräfte entlastet“, so Boscolo, denn dann müsse nicht wie jetzt im Juni ein „Riesenwall“ aus Sandsäcken errichtet werden, um die Häuser zu schützen. Während Boscolo für die Propst-Gerhoh-Straße eine Straßenabsenkung vorschlug, regte er an, die Straße an der Moosbrücke (zwischen Hofmarkstraße und Schafbichl) auf Brückenniveau anzuheben. Für den Bereich beim „Trachtenstadl“ schlug er Spundwände zur Abtrennung von Tiefenbach und Russengraben vor.

Für die Pollinger Feuerwehr wünscht sich Boscolo vorübergehend eine zweite Pumpe. Wenn ein Hochwasser-Schutzkonzept umgesetzt sei, könne die Wehr eine der Pumpen wieder abgegeben. Zu Boscolos Vorschlägen nahm der Gemeinderat noch nicht Stellung. Gegenüber dieser Zeitung sagte Betz, während sich die Straßenerhöhung an der Moosbrücke leichter realisieren lasse, sei die Absenkung der voll erschlossenen Propst-Gerhoh-Straße „nicht ganz einfach“ – „da muss man nochmal nachdenken“. 

Rubriklistenbild: © Gronau

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