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Arbeiten jetzt zu siebt: Die Koordinatorinnen des „Ambulanten Dienstes“ beim „Hospizverein im Pfaffenwinkel“. Im Bild sind (v.l.) Alexandra Meyer(Sozialpädagogin), Anita Michl-Rohm (Sozialpädagogin), Schwester Angela Kirchensteiner (Palliativfachkraft und Leiterin des „Ambulanten Dienstes“), Britta Patzke (Altenpflegerin und Sozialpädagogin), Gisela Klotz (Palliativfachkraft und Sozialpädagogin), Gesa Mayer (Palliativfachkraft) und Ulrike Unsinn (Palliativfachkraft). 

In Bernried wurde es zu eng

„Ambulanter Hospizdienst“ zieht nach Polling

Beim „Hospizverein im Pfaffenwinkel“ stehen Veränderungen an. Der „Ambulante Hospizdienst“ zieht nach Polling. Die Anfragen wurden immer mehr, weshalb das Betreuungsteam vergrößert wurde. In den Bernrieder Räumen wurde es zu eng.

Polling/Bernried – „Mit unseren Veranstaltungen zum 25-jährigen Bestehen haben wir unglaublich viele Menschen im Pfaffenwinkel erreichen und für das Thema ,Sterben‘ ein wenig öffnen können“, sagt Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell. Das schlägt sich auch in Zahlen nieder: 1073 hospizliche Anfragen und knapp 600 Begleitungen haben die Koordinatorinnen um die Leiterin, Schwester, Angela Kirchensteiner 2017 bearbeitet, ein Viertel mehr als 2015, wobei die Zahl der Begleitungen innerhalb der zwei Jahre vor allem durch Kooperationsverträge mit Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern sogar um 63 Prozent gestiegen ist. Das erforderte nicht nur eine Erweiterung des Teams durch Koordinatorinnen, sondern auch vermehrten Platzbedarf.

Als Renate Dodell 2011 den Vorsitz des Hospizvereins übernahm, wickelten drei Fachkräfte vom alten Rathaus in Bernried aus die Anfragen und ambulanten Einsätze des Hospizvereins ab. Seit Jahresbeginn sind es mit Schwester Angela sieben Koordinatorinnen, die sich fünf Vollzeitstellen teilen. Sie organisieren auch die Tätigkeit der ehrenamtlichen Hospizbegleiter, deren Zahl ebenfalls ständig steigt. Mittlerweile übernehmen 170 speziell ausgebildete Frauen und Männer ambulante Begleitungen schwerstkranker Menschen in Familien, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.

Die räumlichen Grenzen in Bernried sind erreicht. Der Ambulante Dienst zieht deshalb heuer ins Kloster nach Polling um, wo sich bereits die Verwaltung des Hospizvereins befindet, wo der Verein seit 15 Jahren das stationäre Hospiz mit mittlerweile zehn Betten unterhält und wo auch „Palliahome“ seinen Sitz hat. Laut Dodell hat der Gemeinderat Bernried „schweren Herzens“, aber geschlossen, dem Umzug zugestimmt. Da die Gemeinde jedoch eigenen Platzbedarf habe, könne sie das alte Rathaus dann selbst nutzen. „Wir werden aber weiter regelmäßig mit Sprechstunden und Beratungsangeboten in Bernried präsent sein“, so Dodell.

Oberin Raphaela Ferber verzichtet für die Mitarbeiter im ersten Stock des Klosters auf eigene Räume. Deren Umbau und Renovierung soll bald begonnen werden. Die Gesamtkosten dafür stehen noch nicht fest, aber allein für die Erneuerung der Infrastruktur, für Brandschutzmaßnahmen und die Ertüchtigung der Elektrik für alle vom Hospizverein genutzten Räume muss mit rund 70 000 Euro gerechnet werden. Eingerichtet wird im Kloster auch ein zweites Appartement für Angehörige von Hospizgästen, das bereits Ende Februar bezugsfertig sein soll. Auch wird es einen neuen kombinierten Büro- und Besprechungsraum sowie zwei Archivräume geben.

Der Umzug des „Ambulanten Dienstes“ ist für Herbst geplant. Dann sei beim Hospizverein alles unter einem Dach, und „das Kloster in Polling wird zum sozialen Zentrum im Pfaffenwinkel“, so Dodell.

mb    

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