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Den kirchlichen Segen bekam der neue Hochbehälter auf dem Schafberg bei Etting am Samstag. 

Hochbehälter in Etting eingeweiht

Ein Jahrhundertereignis

Etting - Nach elf Jahren, in denen sich Gemeinderat und Verwaltung von Polling mit der Optimierung der Wasserversorgung beschäftigt haben, war es am Samstag so weit: Das größte Einzelstück des Systems, der neue Hochbehälter auf dem Schafberg, wurde  eingeweiht.

Nachdem die Pfarrer Martin Weber und Eberhard Hadem dem Wasserspeicher den kirchlichen Segen erteilt hatten, durften die Gäste die beiden Edelstahltanks besichtigen. Der Hochbehälter ersetzt einen 100 Jahre alten Vorgänger, der nicht nur veraltet, sondern mit seinen 50 Kubikmetern Fassungsvermögen inzwischen auch viel zu klein war.

Der Bau ist laut Bürgermeisterin Felicitas Betz Teil eines Großprojekts zur Wasserversorgung der Gemeinden Polling und Eberfing und der Stadt Weilheim, dessen Gesamtkosten sich voraussichtlich auf vier Millionen Euro belaufen werden. 750 000 Euro entfallen auf die Verbindungsleitung von Polling nach Oderding, 285 000 Euro auf ein Pumpwerk in Achalaich, 438 000 Euro auf die Brunnensanierung und den Neubau des Brunnenhauses und gut 1,8 Millionen Euro auf den neuen Hochbehälter. Später soll noch eine Verbindungsleitung nach Eberfing gebaut werden.

Mit der neuen Anlage wird nicht nur die Trinkwasserversorgung langfristig sichergestellt, der Hochbehälter dient auch dem Brandschutz, da jetzt immer genügend Wasser zum Löschen vorhanden ist. Die Bürgermeisterin bedankte sich nicht nur bei allen am Bau Beteiligten, sondern auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihren Beiträgen letzten Endes die neue Anlage bezahlten.

Der Bau war laut Klaus Bäumler vom Börwanger Ingenieurbüro „A & B“ kein Problem, obwohl die beiden Behälter in gefülltem Zustand weit über 1000 Tonnen Gewicht auf das Fundament bringen. Der tragfähige Untergrund in zwei Metern Tiefe ermöglichte eine einfache Plattengründung. Die Behälter sind aus vier Millimeter starkem Edelstahl, was eine Beschichtung überflüssig macht und aufgrund der glatten Oberfläche die Reinigung erleichtert. Das Wasservolumen von 1000 Kubikmetern wurde auf zwei Behälter verteilt, damit die Wasserversorgung normal weiterlaufen kann, wenn ein Behälter gereinigt wird.

Die Tanks stehen in einem Gebäude, das in Holzbauweise in der Form eines landwirtschaftlichen Stadels errichtet wurde. Es ist 29 Meter lang, 16 Meter breit und gut zehn Meter hoch. Aufgrund der Wärmedämmung ist laut Bäumler eine Heizung und Kühlung nicht notwendig. Die große Wassermenge sorgt für eine gleichmäßige Temperatur.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung zogen sich die über 100 Gäste ob des wenig angenehmen Wetters in den benachbarten Musikantenstall zurück, um bei Bewirtung und Unterhaltung durch die Ettinger Musikanten das Jahrhundertereignis – der Vorgänger des Hochbehälters wurde 1905 eingeweiht – weiter zu feiern.

Alfred Schubert

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