Holz als Brennstoff: In Polling wurde die neue Hackschnitzelanlage vorgestellt, die gemeindliche Gebäude beheizt. 2.v.r.: Bürgermeisterin Felicitas Betz. foto: Gronau

Jetzt wird mit Hackschnitzeln geheizt

Polling - Die neue Hackschnitzelanlage der Gemeinde Polling ist der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Welche Gebäude heizt sie?

Es war ein langer Weg, bis in Polling die Entscheidung darüber gefallen war, mit welcher Art der Anlage die kommunalen Liegenschaften künftig auf regenerative Weise mit Wärmeenergie versorgt werden. Nach langem Ringen entschieden sich die Gemeinderäte für eine Hackschnitzelanlage, die bereits die Grundschule, die Tiefenbachhalle, den Kindergarten und in Kürze auch das Trachtenheim beheizt.

„Wir sind sehr glücklich, dass die Anlage nun nach drei Jahren in Betrieb ist“, sagte Bürgermeisterin Felicitas Betz bei der Vorstellung im Heizraum an der Tiefenbachhalle, wo die neue Anlage ihren Dienst verrichtet. Zu den bereits angeschlossenen Gebäuden solle das Rathaus „möglichst bald“ hinzukommen. Dort müssen aber erst Wärmeverteilungen installiert werden, weil das Haus noch mit Nachtspeicheröfen beheizt wird. „Es tut mir jedesmal in der Seele weh, wenn ich den Heizkörper andrehe und der Stromzähler runterläuft“, sagte Betz.

Der Gemeinderat hat sich entschieden, die neue Heizung nicht selbst zu betreiben: Die „Gutsverwaltung Gossenhofen“ stellt für eine Abschlagszahlung von zunächst 1980 Euro Heiztechnik und Hackschnitzel zur Verfügung. Am Ende des Jahres wird abgerechnet, wie viel Hackschnitzel tatsächlich verbraucht wurden. Die Gemeinde hat das Heizhaus finanziert, das rund 293 000 Euro kostete. Bislang wurden in den jetzt an die neue Anlage angeschlossenen Gebäuden rund 40 000 Liter Heizöl verbraucht. Das Öl soll durch 400 Schüttraummeter Hackschnitzel ersetzt werden. Ein Kessel mit einer Leistung von 150 kW sorgt dafür, dass es das ganze Jahr über warm ist. Für Spitzenlasten bleiben die alten Heizölkessel angeschlossen, damit jederzeit mit Öl zugeheizt werden kann.

Kathrin Hauser

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