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Die neue Linksabbiegespur auf der Staatsstraße zwischen Peißenberg und Weilheim wird von Pollinger Gemeinderäten als Gefahrenstelle angesehen.

Auf der Staatsstraße zwischen Peißenberg und Weilheim

Kritik an Abbiegespur bei Polling

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Eine neue Abbiegespur zwischen Peißenberg und Weilheim ist in die Kritik geraten. Dabei soll sie bei der Abzweigung Polling eigentlich mehr Sicherheit als früher bieten.

Polling – An der früheren Zufahrt zum ehemaligen „Heumos“-Grundstück und auch zum „Forellenhof Polling“ hatten sich laut Bürgermeisterin Felicitas Betz zu viele Unfälle ereignet. Daher wurde diese Einfahrt dicht gemacht. Mit der etwas weiter nördlich gelegenen Linksabbiegespur, die zu einer anderen Zufahrtsmöglichkeit führt, wurde eine neue Lösung geschaffen.

Doch diese Spur erscheint manchen als gefährlich. Größere Fahrzeuge, die auf der Abbiegespur warten, könnten entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern, welche Richtung Polling abbiegen möchten, die Sicht versperren – das kritisierte Gemeinderat Anton Schöttl (Wahlgemeinschaft Polling) in der jüngsten Ratssitzung. „Da ist für mich ein zukünftiger Unfallschwerpunkt“, sagte Schöttl gegenüber der Heimatzeitung. Selbst wenn nur ein Kleintransporter auf der Abbiegespur stehe, könnten Linksabbieger Richtung Polling nicht mehr weit sehen. Das sage er aus eigener Erfahrung, so Schöttl.

„Das höre ich jetzt zum ersten Mal“, sagt Andreas Lenker

„Das höre ich jetzt zum ersten Mal“, sagte Andreas Lenker, Abteilungsleiter beim – für die Staatsstraße zuständigen – Staatlichen Bauamt in Weilheim, als er mit Schöttls Kritik konfrontiert wurde. Autofahrer aus Richtung Weilheim, die links abbiegen wollten, müssten bei verstellter Sicht eben auf Nummer sicher gehen und an der gestrichelten Line warten, bis die neue, ohnehin wenig frequentierte Abbiegespur frei ist.

Laut Lenker war es wichtig, die frühere Zufahrt zu schließen. Selbst während des sogenannten Rückbaus habe es in dem Bereich zwei Unfälle gegeben.

Und über die Verkehrssituation auf Höhe der Abzweigung Polling sagt der Abteilungsleiter: Landwirtschaftliche Fahrzeuge seien dort auch schon früher nach links abgebogen. Sie hätten dabei aber teils verbotenerweise auf der gestrichelten Sperrfläche gestanden.

Auch die Länge wurde in Frage gestellt

Pollings 2. Bürgermeister Martin Pape (CSU) hatte bereits bemängelt, dass die neue Abbiegespur zu kurz sei, dass sie längeren Fahrzeugen zu wenig Fläche biete. Das Bauamt ließ zu dieser Kritik laut Bürgermeisterin Betz verlauten: Die Abbiegespur sei zwar nicht lang, aber doch ausreichend und eine Verbesserung gegenüber der früheren Lösung. Wie Betz feststellte, lässt sich aktuell noch nicht sagen, ob der Unfallschwerpunkt auf der Staatsstraße mit der neuen Abbiegespur verschwunden ist oder ob er sich nur verlagert hat.

Für die Straße war in der Vergangenheit ein Kreisverkehr auf Höhe der Abzweigung Polling im Gespräch. Dieser sollte auch der Erschließung des künftigen interkommunalen Gewerbegebiets „Achalaich“ dienen. Die Idee wurde aber verworfen.

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