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Schwelgen auf hohem Niveau: das „Mariani Klavierquartett“ am Dienstagabend im Pollinger Bibliotheksaal. 

„Mariani Klavierquartett“ in polling  

Ein Konzert, das glücklich machte

Polling – Das „Mariani Klavierquartett“ sorgte für einen rundum gelungenen Konzertabend. Es war ein Konzert, das glücklich machte.

Für einen rundum gelungenen Konzertabend sorgte am Dienstagabend das „Mariani Klavierquartett“ im Pollinger Bibliotheksaal. Mit Werken von Beethoven, Fauré und Richard Strauss boten die Musiker dem Publikum gekonntes Musizieren auf hohem Niveau.

Besonders im Unisono-Spiel zeigte sich, dass Philipp Bohnen, Barbara Buntrock, Peter-Philipp Staemmler und Gerhard Vielhaber, die sich beim Studium in Berlin kennengelernt haben und seit 2009 gemeinsam als Klavierquartett musizieren, hervorragend aufeinander eingestimmt sind. Mit dem Quartett op. 16, das Beethoven in jungen Jahren schrieb, wählten sie einen klassischen Einstieg und musizierten mit viel Empfinden und ohne Aufgeregtheit. Im langsamen Satz des Stückes schwelgten die jungen Musiker geradezu in den herrlichen Melodielinien. Besonders für Vielhaber stellte das Werk, das ursprünglich als Bläserquintett geschrieben wurde, eine gute Möglichkeit dar, sein pianistisches Können und die Leichtigkeit seines Spiels unter Beweis zu stellen.

Mit Klavierquartett Nr. 2 von Gabriel Fauré zeigten sie, dass dieser französische Komponist und Lehrer von Maurice Ravel wohl manchmal unterschätzt wird. Das „Mariani Quartett“ setzte die harmonisch raffinierte Tonsprache Faurés gefühlvoll um. Zwischen energischem Duktus und luftiger Zartheit gelang ihnen eine schöne Farbigkeit und Transparenz. Dabei kam die Musik, die Fauré 1886 komponierte, an diesem Abend so erzählerisch daher, dass man sie getrost als Filmmusik bezeichnen könnte – wenn es denn damals schon Film gegeben hätte.

Nach der Pause boten die Musiker das Klavierquartett Nr. 13 von Richard Strauss, das in seiner Vielgestaltigkeit den Nerv des Publikums in Polling traf. Souverän und selbstsicher auch hier das Spiel der Vier – ganz bei der Musik. Es war ein Abend, der das Publikum vielleicht nicht atemlos zurückließ, aber einer, der es glücklich machte. Dazu trug auch die traumhaft schöne Zugabe von Schumann bei.

Nächstes Konzert

im Bibliotheksaal: Anna Vinnitskaya (Klavier) spielt Bach, Brahms und Chopin – am kommenden Mittwoch, 9. März, um 19.30 Uhr. Karten: Reisebüro „Simader“ und Ticketservice in der Sparkasse am Marienplatz Weilheim sowie „Pollinger G’schenkladerl Schöttl“.

Heribert Riesenhuber

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