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Motorsport-Begeisterte unter sich: (v.l.) Hans Kleissl, Fürstin zu Sayn-Wittgenstein, Galerist Hubertus Reygers und Immobilienmakler Andreas Botas gestern in Kleissls „Showroom“. 

Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein  in Polling

„Mamarazza“ auf Landpartie

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Die Fotografin  Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein (97) plauderte  in Polling in der alten Ziegelei. Die „Mamarazza“ hat so gut wie alle wichtigen Promis abgelichtet.

Polling – Hohe – und hochbetagte – Prominenz konnten rund 100 geladene Gäste gestern bei einer „Landpartie“ in Polling erleben: Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein (97), bekannt als „Mamarazza“, die Berühmtheiten wie Maria Callas, Gunter Sachs oder Caroline von Monaco auf Reisen begleitet und fotografiert hat, war mitsamt Motorsport-Fotografien zu einem „Talk“ in den „Showroom“ von Oldtimer-Spezialist Hans Kleissl in der alten Ziegelei gekommen. Eingefädelt hatte Kleissl den exklusiven Brunch gemeinsam mit dem Tutzinger Immobilienmakler Andreas Botas (der in der alten Ziegelei Wohnungen ab 500 000 Euro verkauft) und dem Münchener Galeristen Hubertus Reygers (der Foto-Arbeiten der Fürstin aus Fuschl zu Preisen im vierstelligen Bereich anbietet).

Von Botas und Kleissl befragt, verriet die österreichische Adelige, eine Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin von Kaiserin Maria Theresia, woher ihre Motorsport-Begeisterung rührt: Ihr Vater sei begeisterter Rennfahrer gewesen, „als Acht- oder Neunjährige bin ich schon bei Rennen in der Kurve gestanden“. Nach ihrer Hochzeit „ging’s richtig los“, erzählte die 97-Jährige, jedes Wochenende habe sie von Schloss Sayn aus am nur eine halbe Stunde entfernt liegenden Nürburgring verbracht. Doch ging es ihr beim Fotografieren nicht um die Rennen selbst: „Autos auf der Strecke fotografiere ich nicht – aber was drinnen passiert.“ Im übrigen habe sie nie eine besondere Technik erlernt: „Ich hab’ da nicht viel rumgetan, einfach nur draufgedrückt.“ Dass sie dies „immer im richtigen Moment“ tat, bescheinigten ihr über die Jahrzehnte viele Prominente.

Ihr Sohn Peter, Ehemann der Schauspielerin Sunnyi Melles, berichtete in Polling, dass 300 000 Bilder zusammenkamen, seit seine Mutter 1930 ihre erste Kamera bekam. Sämtliche Negative habe sie selbst beschriftet und archiviert; es entstanden zahlreiche Ausstellungen und Bildbände (zuletzt „Stars & Sportscars“).

Auch Privates erzählte Fürstin zu Sayn-Wittgenstein beim „Talk“ in der alten Ziegelei. Sie habe 20 Enkel („das habt ihr alle“), 29 Urenkel („das habt ihr nicht“) und zwei Ururenkel, sagte sie stolz. Überhaupt war ihr in Polling offenbar familiär zumute: „In zwei Jahren werde ich 100, und der Herr Kleissl muss mir hier ein Fest machen. Da setze ich mich in eines der Autos, und Sie können mich fotografieren.“ 

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