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Sie sind der Kern der „farykten Kapelle“: Klarinettist Freddy Engel und Akkordeonistin Christl Wein-Engel. 

„Di farykte Kapelle“ aus Etting

Musik mit maximaler Freiheit

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Etting - Der Name lässt es vermuten: „Di farykte Kapelle“ aus Etting ist anders. Sie verbindet „Weltmusik aus Süden und Osten“, Klezmer, Tango und Chanson.

Es hat gedauert, bis der passende Name gefunden war. „Mehrere Wochen“ habe man gesucht, sagt Sänger und Klarinettist Freddy Engel. „Ach was, das hat Monate gebraucht“, korrigiert seine Frau, die Akkordeonistin Christl Wein-Engel. So oder so: Der Findungsprozess hat sich gelohnt. „Di farykte Kapelle“ ist herausgekommen. Und wer diesen Namen hört, hat eigentlich schon vor Augen und Ohren, welche Musik da gespielt, ach was, gefeiert wird. Das klingt nach Balkan, Klezmer, Zirkus und Polka. Nach Sinnlichkeit, Freude, Rausch und Freiheit. Oder, wie es die Band selbst hübsch international formuliert: Hier wird Musik „querfeldein from East South West, Orient via Bavaria to Okzident“ gespielt.

Das Ehepaar Engel, seit ein paar Jahren in einem gemütlichen Haus am Ettinger Bach zu Hause, ist Keimzelle der so wundervollen wie verrückten Kapelle. Freddy, studierter Grafikdesigner, steht schon seit 30 Jahren in Sachen „Jazz“ und „Weltmusik“ auf der Bühne. Doch das gemeinsame Musizieren mit seiner Frau begann mit ganz privater Tango-Hausmusik, „ohne die große Vision, einfach aus Freude“, so Christl Wein-Engel, die als Kostüm- und Bühnenbildnerin arbeitet. Vor zwei Jahren wurde aus dem gemeinsamen Musizieren ein Projekt, und das hat inzwischen bei zahlreichen Hochzeiten, Vernissagen, Konzerten und Festivals gewirbelt und begeistert – etwa im Juli beim Münchener „Tollwood“.

„Di farykte Kapelle“ spielt „laut oder leise, vorder- oder hintergründig“, wie sie auf ihrer Homepage wirbt. Und es gibt sie vom Duo bis zum Quintett. Neben Freddy Engel (Gesang, Klarinette, Saxofon, Flöte) und Christl Wein-Engel (Akkordeon, Harmonium) stehen der Dießener Bassist Jürgen Junggeburth, der Freisinger Percussionist Roman Seehon und der Münchener Trompeter Menya Arnold zur Verfügung. Ihre Melodien finden sie rund um die Welt; Traditionelles wird ergänzt, arrangiert, neu betextet, und auch Eigenkompositionen sind im Programm. Beispiele gibt’s im Internet unter www.di-farykte-kapelle.com und auf „Youtube“, und auch eine erste CD kann über die Bandwebsite bestellt werden.

Der Name „Di farykte Kapelle“, er ist bei all dem Programm. „Ich möchte keine museale Musik“, erklärt Freddy Engel, und von „Musik als Sprache der Seele“ spricht seine Frau Christl. Und für beide steht fest: „Mit diesem Namen sind wir glücklich, er gibt uns maximale Freiheit.“

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