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Franziska Mayr und Maria Mayr zeigen zwei Besuchern den Eingang zum Maislabyrinth.

Feuerwehr-Labyrinth im Maisfeld - wie in Oderding jedes Jahr ein Irrgarten entsteht

Mit Maßband und Pfosten steckt Familie Mayr jedes Jahr ein neues Motiv ihres Maisfeldlabyrinths in Oderding ab – diesmal ein Feuerwehrfahrzeug im Löscheinsatz. Doch nicht nur das Labyrinth sorgt für Aufsehen: Jedes Jahr bieten die Mayrs neue Attraktionen für ihre Besucher.

VON FRANZISKA FLORIAN

Oderding – Feuerwehrhosen, Feuerwehrjacken, Helme, Funkgeräte und Blaulichter: Das alles sieht man am Eingang, wenn man das Maisfelslabyrinth in Oderding besucht. Das Thema Feuerwehr steht dieses Jahr im Vordergrund beim Labyrinth der Familie Mayr. „Die Feuerwehren im Umkreis suchen immer wieder Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Deshalb haben wir gedacht, wir regen die Kinder und Jugendlichen mit unserem Labyrinth an“, so Franziska Mayr.

Mutter Maria und Tochter Franziska Mayr aus Oderding bereiten – zusammen mit der ganzen Familie – jedes Jahr ihr Maisfeldlabyrinth vor. Von der Themenauswahl bis hin zur Dekoration, hier passt alles zusammen. Das Gelände um das Maisfeld ist eingezäunt, „damit die Kinder frei laufen und die Eltern auch mal einen Kaffee trinken können“, sagt Maria Mayr.

Maislabyrinth in Oderding: Kinder ab sechs können alleine rein

„Kinder ab sechs Jahren können schon alleine ins Maislabyrinth gehen“, so Franziska Mayr. Darin gibt es zehn Stationen, an denen Fragen rund um das Thema Feuerwehr beantwortet werden müssen. „Es soll einfach alles zusammenpassen. Deswegen haben wir auch Feuerwehrutensilien als Dekoration aufgehängt“, sagt Maria Mayr. Den Kindern gefalle die Dekoration sehr gut und jedes schaue sich mit Begeisterung die an der Wand hängenden Utensilien an.

Maislabyrinth in Oderding: Wie Familie Mayr den Irrgarten plant

Wenn es um die Planung für das Labyrinth geht, hilft die ganze Familie zusammen. „Meine älteste Tochter macht dann immer die Berechnungen, damit zwischen den Wegen genug Maisreihen stehen bleiben“, sagt sie weiter. Das Muster des Labyrinths wird in den Mais geschnitten, sobald er kniehoch ist. „Das geht mittlerweile an einen Tag“, so Maria Mayr. Früher hätten sie dafür eine Woche gebraucht, aber „nach den vielen Jahren, die wir das machen, ist die Routine schon da“, sagt Maria Mayr weiter. Die Vorlage des Motivs wird vorher mit dem Maßband abgemessen und mit Holzpfosten abgesteckt.

Das Maislabyrinth in Oderding.

Dass sich jemand verlaufen und nicht mehr aus dem Labyrinth rausgefunden hat, „kam Gott sei Dank noch nicht vor“, so Maria Mayr. „Die Besucher helfen im Labyrinth auch zusammen und zeigen sich gegenseitig die Stationen, falls mal eine nicht gefunden wird“, erklärt sie. Demnächst soll ein Feuerwehr-Tag mit der Oderdinger Feuerwehr stattfinden. „Da soll dann ein bisschen aufgeklärt werden, was eine Feuerwehr so macht“, sagt Maria Mayr. Genau geplant sei aber noch nichts.

Maislabyrinth in Ordering: Noch mehr Attraktionen

Neben dem Maislabyrinth sorgen auch der „Maiskasten“, der mit Maiskörnern statt mit Sand gefüllt ist, die Strohhüpfburg und – dieses Jahr neu auf dem Gelände – eine normale Hüpfburg für Unterhaltung. Ein weiterer Höhepunkt neben dem Irrgarten ist die Go-Kart-Bahn, wie Maria Mayr sagt. Da toben sich die Kinder und Jugendlichen – aber auch die Erwachsenen – gerne aus und wollen gar nicht mehr weg.

Das stellt auch Gabi Guggenmos aus Peißenberg fest: „Wir sind schon seit circa drei Stunden hier, aber meine Kinder Benni und Miri machen noch nicht den Anschein, als ob sie nach Hause wollen.“ Zusammen mit ihrem Papa düsen die beiden über die Go-Kart-Bahn. Einen Kindergeburtstag haben sie auch schon beim Oderdinger Maisfeldlabyrinth gefeiert. Familie Guggenmos besucht jedes Jahr den Irrgarten. „Die Kinder warten schon immer, dass Familie Mayr das Labyrinth eröffnet“, so Guggenmos. Dass sich ihre Kinder an der frischen Luft bewegen und nicht vor dem PC oder Fernseher sitzen, ist für sie sehr wichtig.

Geöffnet hat das Maislabyrinth in Oderding noch bis circa Oktober, das sei aber wetterabhängig. Falls man sich nicht sicher ist, ob das Labyrinth tatsächlich auf hat, kann man unter 0881/9270344 bei der Wetterhotline von Familie Mayr anrufen.

Auch in Tattenkofen bei Ascholding gibt es ein Maislabyrinth

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