Kein Durchkommen: Polling ist zum Nadelöhr auf der Umleitungsstrecke geworden.
+
Kein Durchkommen: Polling ist zum Nadelöhr auf der Umleitungsstrecke geworden.

Blechlawinen schieben sich durch den Ort

Polling nah am „Verkehrsinfarkt“

  • VonJennifer Battaglia
    schließen

Es staut sich, und zwar gewaltig. Die Sperrung der Staatsstraße 2058 von der Anschlussstelle Peißenberg-Ost bis zur Abzweigung nach Polling hat zur Folge, dass sich langen Autoschlangen durch die Klostergemeinde schieben – und das aus beiden Richtungen kommend, obwohl per Umleitungsschilder klar vorgegeben wird, dass Verkehrsteilnehmer in Richtung Schongau auf die B2 über Huglfing ausweichen sollen.

Polling - „Es ist wie erwartet schwierig“, sagt Pollings Bürgermeister Martin Pape auf Nachfrage. Im Rathaus seien bereits etliche Anrufe von erbosten Anwohnern eingegangen. „Aufgrund der Lage haben wir mittags kurzfristig eine Besprechung mit dem Staatlichen Bauamt und der ausführenden Firma einberufen“, sagt Pape weiter. Die Umleitungsschilder werden nun nochmals aufgestockt. „Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer eindringlich, sich an die Umleitungsverweise auch zu halten.“ Anderenfalls drohe Polling ein „Verkehrsinfarkt“.

Verkehr belastet auch Schüler sehr

Pape weißt auf die vielen Schulanfänger hin. „Für die Kinder ist der Verkehr besonders belastend.“ Denn viele Schüler laufen auf den Gehwegen der Weilheimer Straße. „Das wichtigste ist, dass nichts passiert“, bekräftigt Pape mit Nachdruck.

Für das Nadelöhr an der Bachbrücke im Zentrum von Polling wurde für die gesamte Zeit der Staatsstraßensperrung eine Ampelschaltung angebracht – mit einer Grünphase von drei Minuten für alle aus Peißenberg kommenden Verkehrsteilnehmer, und mit nur einer Minute Grün für diejenigen aus Weilheim. „Deshalb nutzen Sie bitte die Umfahrung über die B 2“, sagt Pape an alle Auto- und Lkw-Fahrer gerichtet. „Sie sind über die reguläre Beschilderung schneller am Ziel, als wenn Sie bei uns hier im Stau stehen.“ Zwischenzeitlich staute es sich am Montag bis zur Abzweigung in die Staatsstraße zurück.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare