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Wasser wieder aus eigenem Brunnen

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Polling – Der Brunnen bei Etting, der wegen Arbeiten abgestellt worden war, versorgt Polling nun wieder mit Trinkwasser.

„Es ist schon ein schönes Gefühl“, sagt Felicitas Betz, Pollings Bürgermeisterin. Der Grund ihrer Freude: Der Brunnen bei Etting, der wegen Arbeiten abgestellt worden war, liefert wieder Trinkwasser. Er versorgt nun alle Ortsteile, so dass kein Wasser aus Weilheim mehr ins Netz eingespeist werden muss.

Mehr als drei Millionen Euro flossen in den vergangenen etwa zweieinhalb Jahren in die Wasserversorgung von Polling. Über zwei Millionen waren es allein 2016.

Investiert wurde in den Bau eines Hochbehälters (wir berichteten) genauso wie in die Sanierung des Brunnens nahe der Kirche St. Andrä bei Etting und in das Wasserleitungsnetz. Die Leitungsnetze von Polling und den beiden anderen Ortsteilen Etting und Oderding wurden zusammengeschlossen. So können nun auch die Bürger von Oderding, die früher ihr Wasser von den Stadtwerken Weilheim bekamen, ihr Trinkwasser aus Etting beziehen.

Für etwa drei Monate wurden zuletzt sogar alle drei Ortsteile mit Wasser aus Weilheim versorgt. Der Grund: Es standen Arbeiten am Brunnen in Etting an – unter anderem wurde dort ein Brunnenhaus errichtet. Die Sanierung des Brunnens sei aber einfacher gewesen als gedacht, sagt Bürgermeisterin Betz erfreut. „Seit 23. Dezember trinken wir wieder Wasser aus dem eigenen Hochbehälter.“ Die neue Anlage auf dem Schafberg bei Etting (mit zwei Edelstahlbehältern à 500 Kubikmeter Fassungsvermögen) wurde im November eingeweiht.

Auch wenn zuletzt viel für die Wasserversorgung der Gemeinde Polling getan wurde: Auch in Zukunft muss laut Betz in diesen Bereich investiert werden. Es gebe Wasserleitungen, die etwa 100 Jahre alt seien, und in Polling würden relativ viele Wasserrohrbrüche verzeichnet, die Wasserverluste seien vergleichsweise hoch.

„Das Landratsamt fordert eine Minimierung der Verluste“, sagt Betz und kündigt an, dass Leitungen ausgetauscht werden müssen. „Das dauert viele Jahre“, lautet ihre Prognose.

Rubriklistenbild: © dpa

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