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Einen Weg durch die Wassermassen mussten sich diese Menschen im Juni 2016 in Polling bahnen. Ein Hochwasserschutz-Konzept soll helfen, dass es künftig keine solchen Überschwemmungen im Klosterdorf mehr gibt.

Europaweite Ausschreibung für die Planung

Weiterer Schritt zum Hochwasserschutz in Polling

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Überschwemmte Straßen und Wiesen, Wasser in Häusern: Die Bilder vom schweren Hochwasser im Juni 2016 in Polling dürften viele noch im Kopf haben. Nun ist die Gemeinde bei ihrem Hochwasserschutz-Projekt einen Schritt weiter.

Polling – Überschwemmungen wie die von 2016 zu vermeiden – das hat bei der Gemeinde Polling hohe Priorität und ist das Ziel eines Hochwasserschutz-Konzeptes, für das das ortsansässige Büro Kokai bereits einen (vom Landratsamt gebilligten) Entwurf vorstellte. Zu den Maßnahmen, die in diesem Entwurf enthalten sind, gehören Rückhaltebecken, die Ertüchtigung des Russengrabens und der Bau einer Hochwassermauer, eines Hochwasserdammes oder -deiches zum Schutz von Häusern.

Nun ist das Hochwasserschutz-Projekt in eine neue Runde gegangen: Die Planung für die Vorhaben in Polling wurde europaweit ausgeschrieben. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den entsprechenden Beschluss, wie Bürgermeisterin Felicitas Betz nun erklärte.

Erste Reaktionen auf die Ausschreibung gibt es schon: Es haben sich interessierte Unternehmen mit Fragen an die Gemeinde gewandt, und Betz hat auch von Firmen gehört, dass sie sich an der Ausschreibung beteiligen wollen. Diese sei auch „für große Firmen eine interessante Sache“, so die Bürgermeisterin, schließlich seinen Maßnahmen für schätzungsweise elf Millionen Euro zu planen. Auch Bürogemeinschaften könnten sich bewerben. Die Ausschreibung läuft bis Anfang März.

Beim Hochwasserschutz-Konzept wird die Gemeinde von einem Ingenieurbüro aus Nürnberg begleitet. Sie habe „gar keine andere Wahl“, als sich solche Hilfe von extern zu holen, erklärte Betz. Würden der Gemeinde in dem komplexen Verfahren auf dem Weg zum Hochwasserschutz nämlich Fehler unterlaufen, bestehe die Gefahr, dass Fördergelder verloren gehen. Das Büro Kokai kam laut Betz als Begleiter für das Verfahren nicht in Frage, da es sich selbst als Planer bewerben wolle.

Planer wird in zwei Runden ausgewählt

Wenn klar ist, wer sich an der Ausschreibung beteiligt, steht der nächste Schritt bei Pollings Großprojekt an: Dann werden die Unternehmen ausgewählt, die weitere Unterlagen zum Hochwasserschutz-Projekt bekommen. Und erst nach einer zweiten Vorstellungsrunde steht fest, wer die Planung erstellt.

Offen ist laut Betz noch, ab wann die Maßnahmen aus dem Hochwasserschutz-Konzept umgesetzt werden. Die Arbeiten am Russengraben könnten eventuell vorgezogen werden und 2019 beginnen. Aus finanziellen Gründen sei sicher, dass nicht alle Vorhaben gleichzeitig umgesetzt werden. Unabhängig vom Hochwasserschutz-Konzept hat Polling bereits gewisse Vorkehrungen gegen Überschwemmungen getroffen. Dazu gehören Räumungsarbeiten im Tiefenbach.

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