Blaulicht voraus: Um 7.30 Uhr wurde der Maibaum in die Stadt gefahren. Foto: Pp

Posse um Maibaum-Transport

Weilheim - Die Weilheimer Trachtler wollten ihren Maibaum vom Wald ins Versteck bringen. Doch das war nicht so einfach. Die Regierung von Oberbayern fand schließlich eine Lösung.

Eigentlich wollten die Trachtler den Stamm bereits Freitagnachmittag transportieren, doch ein laut wiehender Amtsschimmel hat das verhindert. Dass alles doch noch gut über die Bühne gehen konnte, war laut Weilheims Feuerwehrkommandant Konrad Bischel einer „salomonischen Lösung“ der Regierung von Oberbayern zu verdanken. Dort nämlich hatte es am Freitag eigens eine Besprechung zum Weilheimer Maibaumtransport 2013 gegeben.

Für einen Maibaumtransport werden Anhänger mit Zulassung verlangt. Die meisten sind auf die Landwirtschaft zugelassen. Ein solcher Aufleger kann aber deshalb nicht verwendet werden, weil der Transport eines Maibaums nicht als landwirtschaftlicher Transport gilt. Weil der Stamm zu diesem Zeitpunkt noch kein offizieller Maibaum ist, kann für die Strecke vom Wald bis zum Lagerplatz auch kein Brauchtumstransport geltend gemacht werden, für den es wiederum eigene Regelungen gibt. Brauchtum ist der Transport erst, wenn der fertige Maibaum zum Aufstellen gefahren wird. Rein rechtlich gesehen ist der Transport des Baumstamms also ein Schwertransport.

Doch eigens ein Langholzfuhrwerk für einen einzelnen Stamm? Die Zimmerer unter den Trachtlern winkten ab. Bis 25 Meter ginge das, aber ein etwa 37 Meter langer Baum? Unmöglich.

Dann der rettende Vorschlag aus München: Die Weilheimer Feuerwehr könne doch die Blaulichtbegleitung übernehmen. Samstagfrüh um 6 Uhr wurde der bereits im Dezember gefällte Stamm dann aus dem Stadtwald bei Deutenhausen geholt und in strammem Schritttempo nach Weilheim gefahren.

Auch interessant

Kommentare