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Endstation: In den Wald führt die künftige Umfahrung der B 472 bei Hohenpeißenberg. Die Freigabe der Umfahrung verzögert sich erneut. 

Probleme beim Erdaushub

Hohenpeißenberger Umfahrung erst 2017 fertig

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Hohenpeißenberg - Die Hohenpeißenberger Umfahrung wird wegen Problemen beim Erdaushub erst 2017 fertig. Urspünglich sollte 2012 Freigabe sein.

 Die Enttäuschung wird bei vielen – Hohenpeißenbergern wie Pendlern – groß sein: Die Ortsumfahrung wird nicht, wie im vergangenen Jahr noch vorgesehen, 2016 fertig. Das teilte das Staatliche Bauamt Weilheim auf Nachfrage der Heimatzeitung mit. Demnach peilt die Behörde derzeit an, dass das Großprojekt 2017 abgeschlossen wird.

Grund für die erneute Verzögerung bei der Ortsumfahrung Hohenpeißenberg sind diesmal unvorhergesehene Probleme mit dem ausgehobenes Erdmaterial. Der pH-Wert war zu hoch – zwar nur leicht, doch schon das brachte großen Aufwand mit sich. Denn das Material konnte nicht in die anvisierte Grube gebracht werden. „Für das Ablagern des Aushubs musste daher eine andere Grube gefunden werden“, schreibt Sven Maertz, stellvertretender Bereichsleiter „Straßenbau“ im Bauamt, in einer Mitteilung. „Der Beginn der Erdarbeiten hat sich dadurch um einige Wochen verzögert.“

Warum der Wert leicht erhöht war, „können wir uns auch nicht erklären“, sagt Maertz auf Nachfrage. Durch die Verzögerungen können die Arbeiten an dem Mittelabschnitt voraussichtlich erst bis zu den Sommerferien abgeschlossen werden.

Dann steht ein weiterer schwieriger Bauabschnitt an, das so genannte Los 8. Hier „liegen Böden aus dem früheren Bergbau“, schreibt Maertz. „Es ist vorgesehen, diese in Seitenablagerungen neben der neuen Ortsumgehung einzubauen und mit einer Abdichtung zu versehen. Derzeit werden die ausführungstechnischen und abfallrechtlichen Details der Seitenablagerung ausgearbeitet und abgestimmt.“ Danach werden die Arbeiten ausgeschrieben. In dem „Los 8“ finden sich allerdings auch „Altlasten in Form von Müll, der früher hier vergraben wurde“. Dieser muss herausgeholt und entsprechend entsorgt werden. „In diesen Arbeiten liegt das eigentliche Risiko für den weiteren zeitlichen Ablauf der Gesamtmaßnahme“, schreibt Maertz.

Ist dieser Bauabschnitt abgeschlossen, muss noch über die gesamte Länge der Straße eine Binder- und Asphaltdeckschicht aufgebracht werden. Außerdem sind laut Mitteilung „noch der Übergang zur bestehenden Bundesstraße im Westen und die Straßenausstattung“ – dazu gehören unter anderem Verkehrszeichen und die Fahrbahnmarkierung – fertigzustellen.

Einen genauen Zeitpunkt für die Eröffnung der Umfahrung gibt das Bauamt nicht an – nur eben das Jahr 2017. „Wir setzen alles daran, dass wir die Arbeiten so schnell wie möglich gestalten“, verspricht Maertz. Dafür sei das Bauamt auch bereit, „Mehrkosten für die Beschleunigung in Kauf zu nehmen“.

Bisher wurden für die 5,5 Kilometer lange Umfahrung 25 Millionen Euro verbaut. Das Bauamt kalkuliert mit Gesamtkosten in Höhe von rund 33,5 Millionen Euro. Damit würde das Projekt an der B 472, das komplett der Bund stemmt, zumindest finanziell im geplanten Rahmen bleiben – 2009 waren 35 Millionen Euro veranschlagt worden.

Ganz anders ist das dagegen beim Zeitplan: Beim Spatenstich im Jahr 2009 träumten alle Beteiligten davon, dass der Verkehr schon 2012 auf der B 472 nicht mehr durch, sondern an Hohenpeißenberg vorbei rollt. 

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