Kabel Deutschland
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Ist ziemlich verärgert: Rentner Anton Bader mit seinem i-Pad und Telefon.

Mann stinksauer auf "Kabel Deutschland"

Marnbacher 14 Tage ohne Internet und Telefon

Weilheim/Marnbach - Anton Bader aus Marnbach ist sauer: 14 Tage lang war er ohne Internet und Telefon. Gegen "Kabel Deutschland" erhebt er schwere Vorwürfe.

Anton Baders (66) Verwandtschaft lebt verstreut über dem Erdball: Der Marnbacher hat Angehörige in den USA und in Mazedonien. Jedes Jahr zu Weihnachten gehört deshalb ein längeres Telefonat mit guten Wünschen zur Weihnachtszeit dazu. Doch heuer war das nicht möglich: Die Baders hatten zwei Wochen lang weder Telefon noch Internet, genauso wie mindestens acht weitere Marnbacher, die wie Anton Bader am Weidenbachring wohnen. Grund war eine technische Störung bei „Kabel Deutschland“.

14 Tage lang rief Anton Bader jeden Tag bei der Servicehotline seines Telefon- und Internetanbieters „Kabel Deutschland“ an, um sich zu erkundigen, warum bei ihm und seinen Nachbarn weder Telefon noch Internet funktionieren. „Erst kam immer eine automatische Ansage, dann war irgendein Mitarbeiter in der Leitung - immer ein anderer -, der gesagt hat, dass ihm keine Informationen vorliegen“, ärgert sich der Rentner. Was kaputt ist und wann es repariert wird - darüber erfuhr der Marnbacher zwei Wochen lang überhaupt nichts, weshalb er sich schließlich ans „Weilheimer Tagblatt“ wandte. Just ab demselben Tag funktionierten Telefon und Internet wieder: Ein Techniker kam ins Haus, um die Störung zu beheben.

Klaus Rosenkranz, Pressesprecher von „Kabel Deutschland“, teilte unserer Zeitung auf Nachfrage mit, woran die Störung lag: Eine Anlage in einem der Haushalte, der von „Kabel Deutschland“ versorgt wird, war kaputt. Dies habe ins gesamte Netz „eingestreut“ und in mehreren Haushalten Probleme gemacht. „Um den Fehler zu beheben, brauchten unsere Techniker Zugang zu verschiedenen Häusern“, erklärt Rosenkranz. Dies sei erst zwei Wochen nach Auftreten der Störung gelungen. Eine Entschädigung für ihre zwei Wochen dauernde erzwungene Telefon- und Internetabstinenz könnte beantragen, „wer meint, dass er benachteiligt ist“, sagt der Sprecher.

Anton Bader will dies auf jeden Fall tun, sagt er. Schließlich war er zwei Wochen lang nur übers Handy zu erreichen und konnte sein i-Pad und seinen Computer nicht nutzen - der 66-Jährige schaut gerne mal auf „Facebook“ und tauscht sich mit einer Gruppe anderer Rentner über E-Mail aus. „Ich hätte mindestens erwartet, dass der Kundendienst mich informiert und eine Lösung vorschlägt“, sagt er. „Es kann doch nicht sein, dass man seine Kunden 14 Tage lang hängenlässt.“ Und er glaubt, wenn der Telefonanbieter sich mehr bemüht hätte, hätte er schneller Einlass in die betroffenen Häuser bekommen. „Auch bei mir wollte mal ein Techniker rein, als ich nicht daheim war“, weiß er von den Nachbarn. „Aber er hat keine Nachricht hinterlassen oder sich sonst irgendwie bemüht.“

Aber Hallo! Haben Sie auch etwas, über das Sie sich ärgern - oder von dem Sie finden, dass es in die Zeitung gehört? Melden Sie sich bei uns unter Telefon 0881/18926.

Stefanie Wolf

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