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Eröffnung unterm Regenschirm: (von links) Christian Niederbichler (Gebietsbetreuer Ammersee), Heinrich Rudrof (Vorsitzender „Schutzgebiet Deutscher Wald“), Raistings Bürgermeister Martin Höck, Dr. Christoph Goppel (Ministerium), Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Projektleiter Markus Blacek.

Raisting

Die Natur auf 20 Tafeln erklärt

Raisting – Nach zweijähriger Vorbereitung durch Projektleiter Markus Blacek wurde jetzt der Ammerseepfad offiziell eröffnet.

Auf 20 Tafel, die rings um den See aufgestellt wurden, wird der Naturraum im und am Ammersee mit seiner Vegetation und seinen Bewohnern vorgestellt und erklärt – von der Formung der Landschaft in der Eiszeit bis heute. Interaktive Objekte ergänzen das Informationsangebot, das ein Projekt des Landesverbands Bayern der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ ist. An der Verwirklichung haben unter anderem Naturschutzverbände und Schulen mitgewirkt. Zudem haben örtliche Unternehmen das Projekt unterstützt, das größtenteils mit Steuergeldern finanziert wurde: 70 Prozent der Gesamtkosten wurden vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz übernommen. 

Fünf Tafeln stehen am Südende des Sees im Landkreis Weilheim-Schongau: in den Raistinger Wiesen, rund 500 Meter nordöstlich von Sölb, am Parkplatz an der Brücke über die Neue Ammer, am westlichen Ammerdamm nördlich der neuen Ammerbrücke, am Binnensee und an der Fischener Bucht in Aidenried. Die anderen Tafeln und Installationen befinden sich rings um den Ammersee und in Kottgeisering am nördlichen Ende des Ampermooses.

Raistings Bürgermeister Martin Höck sagte bei der Eröffnung, dass Eingriffe in die Natur nicht unbedingt schädlich sein müssten. Dies habe die Ammerregulierung in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts gezeigt. Damals wurde zum Schutz vor Überschwemmungen ein Kanal gebaut, der einen Großteil des Ammerwassers auf kürzestem Weg in den Ammersee leitet. Trotz dieses erheblichen Eingriffs sei das Gebiet am Südende des Sees heute ein Schutzgebiet von europäischem Rang.

Info: Weitergehende Informationen und Filme, die von Schulklassen aus der Region gestaltet worden sind, auf „ammerseepfad.de“. Dort findet sich auch ein Karte mit den Standorten der Informationstafeln.

Text: Alfred Schubert

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