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Das Radom Raisting wird zur Open-Air-Kulisse - mit Programm für alle Geschmäcker

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Von: Magnus Reitinger

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Am 8. Juli spielt am Radom das fast 20-köpfige „Weilheim Soul Orchestra“ samt Bläsern und Streichern (im Bild die Sängerinnen).
Am 8. Juli spielt am Radom das fast 20-köpfige „Weilheim Soul Orchestra“ samt Bläsern und Streichern (im Bild die Sängerinnen). Am 9. Juli folgt ein Klassik-Abend mit dem Weilheimer Kammerorchester, und am 10. Juli jazzt die Bigband des Gymnasiums Weilheim. © Foto: Veranstalter

Eines der Wahrzeichen der Region wird diesen Sommer zur Open-Air-Kulisse: Drei Freiluft-Konzerte locken vom 8. bis 10. Juli ans Radom Raisting – bei freiem Eintritt. Und eines steht jetzt schon fest: Fett ist dabei nicht nur der Sound.

Raisting – Es ist neben der Wieskirche wohl das berühmteste Fotomotiv im Landkreis – und steht wie kaum ein anderes Bauwerk für Bayerns Moderne: das Radom, die weithin sichtbare weiße Kuppel der Erdfunkstelle Raisting. Die im Herbst erneuerte Hülle des Industriedenkmals wird kommenden Juli zur Kulisse eines Musikfestivals, das seinesgleichen sucht. Und das gilt nicht nur für das Programm, sondern auch für die Organisation. Denn die „Konzerte am Radom“ sind eine private Initiative: Veranstalter ist der begeisterte Musiker Christoph Drissl, den man als Dirigent des Musikvereins Raisting und Leiter des „Weilheim Soul Orchestra“ kennt.

Veranstalter ist ein begeisterter Musiker

„Nach der langen Corona-Kultur-Durststrecke“ und angesichts der gesperrten Weilheimer Stadthalle will Drissl mit diesem Open-Air „endlich auch wieder im Landkreis Weilheim-Schongau einem größeren Publikum Musik ermöglichen“, wie er erklärt. Und dabei sorgt er für viele Geschmäcker: Pop-Fans kommen ebenso auf ihre Kosten wie Klassik- und Jazzfreunde.

Die Hülle des Raistinger Radoms wird bei den Freiluft-Konzerten als Leinwand genutzt.
Die Hülle des Raistinger Radoms wird bei den Freiluft-Konzerten als Leinwand genutzt. © Grafik: Veranstalter

Wobei „Kosten“ eigentlich das falsche Wort ist, denn für alle drei Konzerte gilt freier Eintritt. Spenden zur Deckung der hohen Unkosten sind jedoch herzlich willkommen. Schließlich ist ein solches Festival organisatorisch wie finanziell eine echte Herausforderung – von der Parkplatzausweisung auf einem Feld bis zur Stromversorgung, von der Wegbeleuchtung bis zur umfangreichen Ton- und Lichttechnik. Teuer ist auch der Hochleistungsbeamer, der die Kuppel zur rund 30 auf 17 Meter großen Leinwand macht – und, so Drissl, zum „perfekten Hintergrund“, der in drei Konzerte unterschiedlicher Stilrichtungen eintauchen lässt.

Das Programm im Überblick

Los geht’s am Freitag, 8. Juli, 21 Uhr, mit dem „Weilheim Soul Orchestra“, das in großer Besetzung samt Streichern und Bläsern Songs der 60/70er Jahre (etwa von Ray Charles, Diana Ross und Marvin Gaye), aber auch aktuellen Soul (Amy Winehouse, Pharrell Williams) feiert. „Geniale Songs, gute Musiker, einmalige Show“, so die Ankündigung.

Am Samstag, 9. Juli, gibt’s ab 21.15 Uhr Klassik mit dem Kammerorchester Weilheim: Mozarts „Kleine Nachtmusik“, das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ (Prokofjew) mit Erzählerin Clara Hagenauer sowie Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert d-Moll mit Moritz Defregger als Solist. Zum Abschluss swingt und jazzt am Sonntag, 10. Juli, ab 18 Uhr die vielfach preisgekrönte Bigband des Gymnasiums Weilheim unter der Leitung von Arthur Lehmann.

Bei Regen werden die Konzerte eine Woche verschoben

Das Mitbringen von Stühlen und Decken ist ausdrücklich erlaubt. Zudem werden einige Bierbänke vorhanden sein. Wegen des späten Sonnenuntergangs beginnen die Konzerte am Freitag und Samstag „erst relativ spät“, erklärt Drissl – denn das Beamer-Bild am Radom soll gut sichtbar sein. Und er empfiehlt: „Bitte warme Kleidung mitnehmen, da es kalt werden könnte.“

Stattfinden können die Open-Airs nur bei schönem Wetter; bei „Schlechtwetter“ wird das jeweilige Konzert um eine Woche verschoben.

Nähere Informationen auf www.radom-konzerte.de

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