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Werke von Haydn und Mozart bot das Orchester „Maria vom Guten Rat“ am Sonntagabend in St. Remigius. 

Münchener Orchester in der Raistinger Pfarrkirche

Hochgenuss im Hochbarock

Raisting – Zu einem Benefizkonzert hatte die Pfarrei Raisting in die Pfarrkirche eingeladen. Der Erlös sollt den neuen Glocken zugute kommen.

Einen musikalischen Hochgenuss bescherte den Besuchern das Münchener Liebhaberorchester „Maria vom Guten Rat“ aus Schwabing unter der Leitung von Roberto Seidel. Der Dirigent verstand es bestens, Solisten und Orchester in Einklang zu bringen. Eröffnet wurde der Abend mit Joseph Haydns „Konzert für Oboe und Orchester in C-Dur“. Die junge Solistin Elke Frenzel brillierte gleich im ersten Satz mit einem kadenzartigen Einwurf. Bemerkenswert, mit welcher Virtuosität und Leichtigkeit die Oboistin im letzten Satz Thema und Variationen zu Gehör brachte.

Lukas Rothenfusser – kein Unbekannter mehr in der nationalen Musikszene – war dann Solocellist in Haydns „Konzert für Violoncello und Orchester in C-Dur“, einem Werk, das zwar der Klassik zugeordnet wird, aber noch Charakteristika des Spätbarocks aufweist. Rothenfussers Spiel war souverän und kontrastreich. Gerade die hohen Lagen im Adagio schüttelte der junge Musiker gleichsam „aus dem Ärmel“, ohne auf interpretatorische Tiefe zu verzichten.

Zu guter Letzt konnte man Wolfgang Amadeus Mozarts „Konzert für Flöte, Harfe und Orchester in C-Dur“ lauschen. Flötistin Johanna Keupp-Kosbahn und Harfenistin Irmgard Gorzawski bewiesen hier eindrucksvoll ihre technischen Stärken – glücklicherweise nicht auf Kosten des Ausdrucks. Ein Lob an das Orchester, das die Solisten klanglich nicht „überdeckte“, sondern ihnen einen Klangteppich ausbreitete. Das Publikum bedankte sich mit „standing ovations“ bei den Musikern, die mit ihrem Konzert für die Glocken für St. Remigius einen wertvollen Beitrag leisteten.

Sabine Kippenberg

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