Die Vorbereitungen laufen: Bald kommt wieder die Hülle auf das Radom in Raisting.
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Die Vorbereitungen laufen: Bald kommt wieder die Hülle auf das Radom in Raisting.

Was passiert gerade auf der Baustelle?

„Null Toleranz“ bei „Radom 2055+x“

  • Sebastian Tauchnitz
    VonSebastian Tauchnitz
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Die Uhr tickt – bald bekommt das Radom in Raisting seine neue Hülle. Die Vorbereitungen auf den großen Tag laufen bereits auf Hochtouren.

Landkreis – Bei der Anfertigung der neuen Hülle gelte die „Null-Toleranz-Regelung“, sagte der Geschäftsführer der Radom Raisting GmbH, René Jakob, im Kreisausschuss. Daher habe sich der Montagetermin nun auch noch einmal um rund zwei Wochen nach hinten verschoben. Bei Materialprüfungen, auf die gleich mehrere Gutachter mit Argusaugen schauen, hätten sich minimale Unregelmäßigkeiten ergeben, die abgestellt werden müssen.

Denn die neue Hülle soll nun für die nächsten Jahrzehnte jedem Sturm trotzen, sagte Jakob. Er hat sich für das Projekt deswegen schon wieder einen neuen fetzigen Namen ausgedacht: „Radom 2055 + x“. Derzeit seien drei Firmen aus der Region mit den Vorbereitungen für die Montage der Hülle beschäftigt, sagte Jakob. Nach dem Rückbau der Wintersicherung (wir berichteten) wurden umfangreiche Arbeiten am so genannten „Klemmring“, dem Verbindungselement zwischen dem Betonkörper des Gebäudes und der Traglufthalle, durchgeführt. Dabei wurden die Metallschienen – insgesamt 140 Meter lang – komplett demontiert und anschließend die 320 Ankerbolzen, welche den Klemmring mit dem Gebäude verbinden, auf Zustand und Zugfestigkeit überprüft.

Riesenrampe für den 700-Tonnen-Kran

Parallel dazu wurde die Baustelleneinrichtung weitestgehend fertiggestellt. Dazu gehörte auch der Bau einer Rampe für den 700-Tonnen-Kran, der die Hülle auf das Gebäude heben soll, so Jakob im Ausschuss.

Aufgestellt wurde auch ein 38 Meter hoher Windmessturm, um im Vorfeld und bei der Montage selbst die Wetterdaten erfassen und auswerten zu können. In luftiger Höhe montierte man auch eine Kamera, um den Fortgang der Arbeiten dokumentieren zu können.

Auch wenn noch kein konkreter Termin für die Hüllenmontage genannt werden kann, ging Jakob im Ausschuss von einem Zeitpunkt „Mitte-Ende August, Anfang September“ aus. Dann müsse allerdings auch das Wetter passen, sagte er. Derzeit befindet sich die Hülle bei einer Spezialfirma in Istanbul in der Konfektion, wo aus den einzelnen Bahnen, die drei Meter breit und insgesamt 2,5 Kilometer lang sind, die eigentliche Hülle gefertigt wird, so Jakob weiter.

Aktuell seien Leistungen im Gesamtwert von 1,6 Millionen Euro beauftragt worden, wovon rund ein Drittel an Unternehmen aus dem Landkreis gegangen seien. Ein weiterer erheblicher Teil fließe an Betriebe aus Bayern einige Aufgaben würden allerdings von Subunternehmern aus Österreich und der Türkei erledigt, weil es hier keine Betriebe gebe, die derartige Leistungen erbringen könnten, so der Geschäftsführer.

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