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Die Raiffeisen-Banker: (von links) Christian Müllner, Stefan Lodisch, Remigius Happach (Aufsichtsrat), Anton Kandler, der verabschiedete Josef Kinzelmann, Christian Haslauer (Aufsichtsrat), Albertine Kapfer und der verabschiedete Johann Off. 

Christian Müllner ist jetzt Vorstandsvorsitzender

Neuer Chef bei Raistinger Raiba

Bei der Raiffeisenbank (Raiba) Raisting sind zwei Neue in verantwortlichen Positionen: Christian Müllner übernimmt das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Josef Kinzelmann, Albertine Kapfer folgt Johann Off im Aufsichtsrat nach,.

Raisting – Nachdem Johann Off 43 Jahre lang im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Raisting war, kandidierte er nach seinem turnusmäßigen Ausscheiden aus dem dreiköpfigen Gremium nicht mehr. Für sein langjähriges Engagement – in diese Zeit fielen der Neubau des Bankgebäudes, dessen Erweiterung und der Bau eines Mietshauses mit sechs Wohnungen – wurde Off vom Genossenschaftsverband Bayern geehrt. Die silberne Ehrennadel des Verbands überreichte ihm Regionaldirektor Anton Kandler.

Auch der Vorstandsvorsitzende Josef Kinzelmann wurde in der Generalversammlung verabschiedet, zu der knapp 100 Mitglieder der Genossenschaft gekommen waren. Vorstandsmitglied Stefan Lodisch würdigte die Leistung von Kinzelmann, der in den Ruhestand geht, mit den Worten: „Sie haben es geschafft, das Ruder herumzureißen.“ Kinzelmann hatte 2005 die Leitung übernommen, als die Bank in einer schwierigen Lage war. Vom Deutschen Raiffeisenverband wurde Kinzelmann mit der goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet.

Die beiden Neuen sind Albertine Kapfer, die einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurde, und Christian Müllner. Kapfer verzichtete bei ihrer Kandidatur auf eine Vorstellung, da sie im Ort – unter anderem als Gemeinderätin – bekannt ist. Nachfolger von Kinzelmann ist Christian Müllner. Der 43-Jährige aus Scheuring (Landkreis Landsberg), der verheiratet ist und zwei Söhne hat, machte schon seine Ausbildung bei einer Raiffeisenbank. Danach war er unter anderem Bezirksleiter bei der „Bausparkasse Schwäbisch Hall“ und machte eine zweijährige Weiterbildung, mit der sich für die Vorstandsarbeit qualifizierte.

Änderungen gibt es auch in der Satzung. Die Altersgrenze für die Wahl in den Aufsichtsrat wurde von 65 auf 75 Jahre angehoben, und die Summe, über die der Vorstand bei der Anschaffung oder Veräußerung von beweglichen Gütern allein entscheiden kann, wurde von 5000 auf 20 000 Euro erhöht. Der Begriff „Ehegatten“ wurde durch „eingetragene Lebenspartner“ ergänzt. Die Satzungsneufassung wurde einstimmig beschlossen.

Ebenfalls geschlossen stimmten die Anwesenden für eine Dividende von 4,75 Prozent auf die Geschäftsanteile. Damit werden rund 25 000 Euro ausgeschüttet, 22 000 gehen in die Rücklagen. Im vergangenen Jahr konnte die Marktposition der Raiffeisenbank Raisting weiter ausgebaut werden, so Kinzelmann. Auf das gute Ergebnis 2017 hätten sich auch die Mieterträge aus dem neuen Sechs-Familien-Haus der Bank positiv ausgewirkt. Probleme machten aber die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und eine überzogene Bürokratie.

Alfred Schubert

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