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Eine enge Sache.  Dennoch wird an der  Birkenallee kein Radweg gebaut.
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Jubel sieht anders aus.  Die drei Bürgermeister bei der Pressekonferenz  im Dießener Rathaus nach dem Besuch bei der Regierung: (v.l.)   Martin Höck aus Raisting, Werner Grünbauer aus Pähl und  und Herbert Kirsch aus Dießen.

Raisting/Fischen/Dießen

Nur ein kleiner Fortschritt bei Radweg

Einen Fortschritt konnten die Bürgermeister von Pähl, Raisting und Dießen nach einer Besprechung mit  der Regierung von Oberbayern und des Staatlichen Bauamts vermelden. Der Radweg Raisting-Dießen wird gebaut, der von Fischen nach Dießen weiterhin nicht.

Landkreis/Dießen – Dem Radweg zwischen Dießen und Raisting steht nichts mehr im Wege, wie Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch mitteilte. Das Gutachten sei fertig und derzeit in Prüfung, die Trassenführung könnte heuer festgelegt werden. Drei Varianten stehen laut Kirsch noch zur Diskussion, welche dies seien, wollte der Dießener Bürgermeister nicht sagen. Die Informationen sollten den Gemeinderäten vorgelegt werden, bevor die Öffentlichkeit informiert werde. Nach der Entscheidung solle der Radweg „zügig verwirklicht“ werden.

Schlechte Nachricht gibt es hingegen für die Radfahrer, die den Radweg-Ringschluss um den Ammersee wollen. Ein alltagstauglicher Radweg entlang der Birkenallee (wir berichteten) wird laut Kirsch nach wie vor von der Regierung abgelehnt. Das inzwischen im Auftrag der betroffenen Gemeinden erstellte Gutachten, nach dem ein Radweg möglich ist, werde von den zuständigen Vertretern der Regierung nach wie vor als „nicht relevant“ angesehen. Ihre ablehnende Haltung sei unverändert.

Werner Grünbauer rechnet damit, dass der seit über 30 Jahren von vielen gewünschte, von Naturschützern abgelehnte Birkenallee-Radweg eine „never ending story“ bleibe – wofür die Bürger kein Verständnis hätten. Zudem sieht der Pähler Bürgermeister ein grundsätzliches Problem darin, dass durch die Ablehnung eines Radwegs, der der umweltfreundlichen Mobilität dient, immer weniger Menschen Verständnis für den Naturschutz haben würden. Dies sei langfristig auch von Nachteil für den Naturschutz hierzulande. 

Bereits 1987 plante das damalige Straßenbauamt (heute Staatliches Bauamt) einen Fahrradweg entlang der Staatsstraße 2056, der so genannten Birkenallee. Die Naturschützer legten erfolgreich Protest ein, weil durch das Vorhaben die Existenz von Wiesenbrütern und Stelzvögeln wie etwa dem Großen Brachvogel massiv gefährdet sei. Alternativ wurde die „Raistinger Schleife“ angeboten, die aber wegen des erheblichen Umwegs bis heute kaum angenommen wird. 2010 wurden vom Staatlichen Bauamt die Pläne für den Birkenallee-Radweg endgültig begraben.

Seit vergangenem Jahr liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die von den Gemeinden Pähl, Dießen und Raisting in Auftrag gegeben worden ist.

Demnach ist ein Radweg naturschutzrechtlich machbar. Die Rechtslage aber bleibt und die Regierung von Oberbayern hält daran fest. Ein Bürgerbegehren, das die Gemeinde Pähl durchführen wollte, wurde für unzulässig erklärt, weil die Gemeinde nicht allein beteiligt ist. Die Initiative „Radwege am südlichen Ammersee“ aber gab nicht auf und führte ihre monatlichen Radldemonstrationen beharrlich durch.

Große Hoffnung lag nun auf dem Gespräch bei der Regierung mit Vertretern des Ministeriums und des Bauamtes, zu dem auch die Bürgermeister der drei beteiligten Gemeinden – neben Kirsch noch Grünbauer und Martin Höck aus Raisting – eingeladen waren.

Alfred Schubert/Andrea Gräpel

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