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Vor voll besetztem Saal präsentierte die neue Kämmerin Andrea Wolf die Finanzdaten der Gemeinde.

Zustände „wie im Englischen Garten“?

Bürgerversammlung in Raisting: Müll und Hundekot bereitet Sorgen

Traditionell am Georgstag wird in der Gemeinde Raisting zur Bürgerversammlung eingeladen. Den vollbesetzten Saal beschäftigte vor allem das Thema „Müll“.

Raisting – „Wird ein Zaun gebaut?“ Das war eine der Fragen, die in der Raistinger „Jörgisgmoa“, der immer am Georgstag abgehaltenen Bürgerversammlung, gestellt wurde. Bürgermeister Martin Höck bestätigte den knapp 100 Besuchern, dass von der Betreiberfirma der Funkstelle ein entsprechender Antrag gestellt wurde.

Einen Antrag hatte eine Bürgerin gestellt, die die „Knallerei“ zu Silvester nicht gut findet. Diese schade Menschen, Tieren und der Umwelt. Ein Besucher schloss sich der Forderung nach der Knallereibeendigung an und stellte den Antrag, dass sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen soll. Höck: „Wir werden das im Gemeinderat behandeln.“

Müll auf den Straßen: Erwachsene sollten mit gutem Beispiel vorangehen

Auch der Müll auf den Straßen und in der Flur macht den Bürgern Sorgen. Ein älterer Besucher regte an, dass die Erwachsenen ein gutes Beispiel abgeben sollten. Wie sollen es die Kinder lernen, „wenn es die alten Deppen nicht machen“, so seine Argumentation, mit der er sich auf unvernünftige Senioren bezog.

Er möchte nicht, das im Raisting einmal Zustände herrschen „wie im Englischen Garten“. Für diese Aussage bekam er Applaus. Ein besonderes Problem ist nach Beobachtung mehrerer Jörgisgmoa-Teilnehmer der Hundekot. Zwar würde dieser immer öfter in die dafür vorgesehenen Beutel verpackt, diese dann aber samt Inhalt ins Gebüsch geworfen.

Lieber rote Beutel für Hundekot?

Die Gemeinde sollte anstelle der schwarzen wieder rote Beutel ausgeben, so ein Vorschlag. Diese würden stärker auffallen. Gedanken machen sich Raistinger Bürger auch über den so genannte Flächenfraß und seine mögliche Begrenzung. Höck sieht die Entwicklung der Gemeinde gefährdet, wenn das Bürgerbegehren Erfolg hat, weil Raisting dann nur noch 2500 Quadratmeter pro Jahr bebauen könnte.

Altbürgermeister Max Wagner schlug vor, Reserven innerhalb der Dörfer zu nutzen und zur Motivation der Eigentümer eine „Grundsteuer C“ – für nicht sinnvoll genutzte Flächen im Dorf – einzuführen. Eine Besucherin schlug dichtere Bebauung, etwa durch Mehrfamilienhäuser, vor. Die vorläufige Jahresrechnung präsentierte Andrea Wolf. Die aus Nordhessen stammende Kämmerin ist seit Anfang des Jahres für die Gemeinde Raisting tätig. Die Steuerkraft der Gemeinde ist weiter gestiegen. Sie beträgt derzeit 885 Euro pro Einwohner, das entspricht 120 Prozent des Landesdurchschnitts.

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Pläne der „Schutzgemeinschaft Ammersee“ bei Raisting: Sieben Tümpel für Frösche und Libellen. 

Von Alfred Schubert

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