Zehn neue Plätze

Kindergarten St. Raphael will aufstocken

Der BRK-Kreisverband Starnberg hat Pläne für den Kindergarten St. Raphael in Raisting. Er will zehn neue Plätze schaffen.

Raisting – Der Jahrgang 2015 war in Raisting besonders geburtenstark. Deshalb ist es in „St. Raphael“ eng geworden. Der Kindergarten, der 65 Plätze hat, ist bereits mit zwei Kindern überbelegt, was laut Bereichsleiterin Andrea Griese-Pelikan vorübergehend kein Problem ist, aber keine Dauerlösung darstellt. Deshalb wolle der Kreisverband Starnberg des Bayerischen Roten Kreuzes, der den Kindergarten „St. Raphael“ betreibt, die Zahl der genehmigten Plätze von 65 auf 75 aufstocken.

Dem Gemeinderat stellte sie in dessen jüngster Sitzung das Vorhaben vor. Die zusätzlichen zehn Plätze erfordern laut Griese-Pelikan kein zusätzliches Personal und keine baulichen Veränderungen, sollen aber mehrere Vorteile bringen. Mit ihnen würde die Möglichkeit geschaffen, auch Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf aufzunehmen, die in der Kalkulation mit zwei oder drei Plätzen berücksichtigt werden müssten. Zudem könnte der Kindergarten dann noch sechs weitere Kinder aufnehmen, wodurch die Warteliste abgebaut werden könnte. Die Bedenken mehrerer Gemeinderäte, die zusätzlichen Plätze im Kindergarten „St. Raphael“ könnten den zweiten Kindergarten der Gemeinde gefährden, teilt Griese-Pelikan nicht. Die Nachfrage nach Plätzen sei groß genug für beide Einrichtungen.

Langfristige Prognosen hält sie nicht für sinnvoll, weil zu viele Faktoren eine Rolle spielten, etwa die Geburtenzahl, die Migration und die Bereitschaft von Eltern, Betreuungseinrichtungen in Anspruch zu nehmen. Außerdem bedeuteten 75 genehmigte Plätze nicht automatisch, dass diese immer vollständig belegt sein müssten. Es gebe aber die Sicherheit, sie belegen zu können. Die Argumentation überzeugte den Gemeinderat, der sich geschlossen für die Aufstockung der Platzzahl aussprach, die jetzt noch von der Kindergartenaufsicht genehmigt werden muss. Dem Wirtschaftsplan, der ein „kalkulatorisches Defizit“ von rund 15.000 Euro vorsieht, stimmte der Rat ebenfalls geschlossen zu. Ob die Eltern an diesen Kosten beteiligt werden, wurde noch nicht entschieden. Mit einer Gebührenerhöhung von sieben Cent pro Betreuungsstunde würde das Defizit auf rund 9000 Euro sinken, so eine Modellrechnung von Griese-Pelikan. Eine positive Nachricht hatte sie für die Mitarbeiter: Sie würden eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich 200 Euro pro Monat bekommen.

Alfred Schubert

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