+
Sport spielt noch immer eine zentrale Rolle: Tafertshofer ist ein leidenschaftlicher Skifahrer. Gestern ging’s in einen mehrtägigen Skiurlaub nach Schladming. Vor einigen Jahren hat der Raistinger auch den Golfsport für sich entdeckt. 

was macht eigentlich ... Remigius tafertshofer?

Ein Jugendtraum geht in Erfüllung

  • schließen

Raisting - Für Remigius Tafertshofer geht ein Jugendtraum in Erfüllung. Der ehemalige Raistinger Fußballer (46)  besucht ein Spiel in Liverpool.

Er war kein Torjäger wie Jakob Weichart, hatte nicht die Technik eines Markus Hibler oder die Spielmacherqualitäten eines Norbert Ehardsberger. Dennoch war Remigius Tafertshofer im Team des SV Raisting eine unverzichtbare Größe. Der defensive Mittelfeldspieler war aufgrund seiner Spielweise der Mann fürs Grobe. Eine klassische Nummer sechs, Staubsauger vor der Abwehr. Oftmals war es Tafertshofers Aufgabe, den gegnerischen Spielmacher auszuschalten. Was ihm in aller Regel auch gelang – und zwar mit fairen Mitteln: „Ich war ein harter Spieler, aber ich habe nie eine rote Karte gesehen“, sagt der heute 46-Jährige.

Tafertshofer, den alle „Mius“ rufen, ist ein Urgestein des SV Raisting. Von Kindesbeinen an spielte er für den Verein, und er hat ihn nie verlassen. „Wenn’s wo passt, besteht kein Grund für einen Wechsel“, so der Raistinger. Nach diesem Motto verfährt er nicht nur beim Sport, sondern auch im Beruf. Tafertshofer ist Bauingenieur und seit fast 20 Jahren bei ein und derselben Firma tätig.

Seine Gegenspieler waren nicht zu beneiden: Remigius Tafertshofer (re., hier eine Aufnahme aus dem Oktober 1998 vom Spiel gegen Gilching) spielte sehr körperbetont – aber stets fair. 

Wann er sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft des SVR bestritten hat, weiß er nicht mehr. Nur so viel: „Ich war 19 oder 20 Jahre alt.“ Wesentlich präsenter ist ihm noch das letzte Spiel für die Raistinger: Es war in der Saison 1999/2000, die Raistinger hatten das abschließende Saisonspiel in der Bezirksoberliga beim SV Gendorf mit einem 1:1 beendet. Tafertshofer, damals 31 Jahre alt, nahm nach dem Abpfiff seine Fußballschuhe und warf sie in einen Mülleimer – die Karriere war beendet, auch wenn es seine Mitspieler damals noch nicht so recht glauben wollten, dass der „Mius“ jetzt aufhört. Doch es gab kein Zurück: „Es gibt keine halben Sachen“ lautet ein anderer Grundsatz Tafertshofers. Das Ende seiner Fußballerkarriere war von langer Hand geplant, die beruflichen Verpflichtungen nahmen einfach zu viel Zeit in Anspruch.

Mehr als zehn Jahre in der ersten Mannschaft des SVR, vorwiegend in der damaligen Bezirksoberliga, überstand Tafertshofer trotz seiner sehr körperbetonten Spielweise, ohne nennenswerte Verletzungen. In seinem dritten Spiel bei den Alten Herren kam es dann aber knüppeldick: „Ich bin allein aufs Tor gelaufen, als mich einer von hinten von den Füßen geholt hat“, erinnert sich der 46-Jährige. Die niederschmetternde Diagnose: Bänderriss. „Das hat meine Euphorie für Fußball ganz schön gebremst“, sagt er. Ein paar Jahre AH-Fußball folgten noch, dann war endgültig Schluss. Eine Karriere als Trainer, mal abgesehen von einigen Spielzeiten bei Raistings B- und E-Junioren, kam für ihn nicht in Frage, obwohl es Anfragen von anderen Vereinen gab: „Der Job hat Vorrang.“

Sport betreibt der Raistinger noch immer sehr gern. Er ist ein begeisterter Skifahrer, gestern ging es zusammen mit dem ehemaligen SVR-Trainer Robert Färber in einen fünftägigen Skiurlaub nach Schladming. Über seine Firma ist er vor einigen Jahren zum Golfen gekommen: „Super, aber sehr zeitintensiv“, sagt Tafertshofer. Der Vorteil: „Das kann ich auch noch in 25 Jahren machen.“

Was er mindestens so gern macht wie selbst Sport treiben: anderen beim Sport zuschauen. Basketballspiele des FC Bayern München besucht er ebenso wie Partien der Herrschinger Bundesliga-Volleyballer. Doch es geht bei Tafertshofer auch eine Nummer größer: Schon mehrere Male war er in Übersee, um sich Eishockeyspiele der NHL anzuschauen. Vergangenes Jahr war er zwei Wochen in Kanada, wo er in Vancouver, Toronto und Montreal mehrere Partien gesehen hat.

In einigen Tagen wird für Remigius Tafertshofer ein Jugendtraum in Erfüllung gehen. Mit einigen Freunden geht’s nach Liverpool. Im legendären Stadion an der Anfield Road steigt die Europa-League Partie der „Reds“ gegen den FC Augsburg – und Tafertshofer wird live dabeisein. Es wird mit Sicherheit nicht seine letzte Unternehmung sein, der Raistinger ist voller Pläne. Und in aller Regel setzt er diese Pläne auch umgehend in die Tat um. Ein schwerer Krankheitsfall in seiner Familie hat den Vater zweier Kinder (7/10) eines gelehrt: „Du sollst die Dinge nicht aufschieben.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75</center>

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Kommentare