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Sprach beim Neujahrsempfang: Staatssekretär Albert Füracker (rechts). 

CSU-Neujahrsempfang in Raisting

Landespolitik im Mittelpunkt

Raisting – Einen Vollblutpolitiker hatte die CSU beim Neujahrsempfang zu Gast. Staatssekretär Albert Füracker  sprach vor rund 30 Besuchern.

 Die Themen „Finanzen“, „Landwirtschaft“, „Flüchtlinge“ und „Infrastruktur“ sprach der Landespolitiker an, der als Redner eingeladen worden war, um die Aufgaben des neu geschaffenen Heimatministeriums aufzuzeigen.

Füracker aus Parsberg in der Oberpfalz ist seit Oktober 2013 Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Launig führte er durch den Abend, sprach als Gemeinde- und Kreisrat mit 26 Jahren Erfahrung und als ehemaliger 2. Bürgermeister und stellvertretender Landrat zu den Bürgern. Das Ministerium von Markus Söder sei dazu da, technische Infrastruktur zu schaffen und damit die Funktionsfähigkeit der Kommunen sicherzustellen. „Sieben Milliarden Menschen beneiden uns um unsere Situation“, schickte er voraus. Nie sei es den Menschen besser gegangen als heute, und das solle auch so bleiben. Deshalb warb er um Verständnis für die Politik der CSU. „Wohlstand kann nicht konserviert werden“, sagte er. Bis 2018 soll der Breitbandausbau weitgehend abgeschlossen sein.

Großartiges sei bei der Flüchtlingshilfe geleistet worden. Bayern sei ein weltoffenes Land und habe ein weiteres 500 Millionen schweres Programm für zusätzliche Lehrer, Polizisten, Verwaltungs- und Betreuungskräfte aufgelegt. Zu schultern sei dies nur, weil man auf Rücklagen zurückgreifen könne. Die Herausforderung sei, den Flüchtlingsstrom ohne Leistungskürzungen und Steuererhöhungen zu bewältigen. Füracker fordert eine europäische Lösung und, falls sich diese nicht abzeichnet, nationale Maßnahmen zu ergreifen. Beliebt gemacht hatte sich der Gast in Raisting nicht nur durch seinen vorangegangenen Besuch bei seiner Schwiegermutter in Hohenpeißenberg, sondern auch, weil er außerhalb des Wahlkampfs in den kleinen Ort kam, um launig und auf Augenhöhe mit den Bürgern zu sprechen.

Ortspolitische Themen sprach CSU-Ortsvorsitzender Josef Schüßler an – etwa die Hoffnung auf die Verwirklichung eines Radwegs von Raisting nach Dießen und von Dießen nach Fischen. Kritik übte Schüßler an den Entwicklungsschwerpunkten an den Ortsrändern. Seiner Meinung nach gibt es im Ortsinnern noch „erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten“.

Auch das Thema „Asyl“ sprach er an. Nicht der Neubau für 50 Flüchtlinge in Raisting spalte die Bevölkerung, sondern jene, die pauschal Vorurteile und Ängste schürten. Auch Bezirkstagsabgeordnete Alexandra Bertl und der MdL Harald Kühn sprachen Grußworte. 

Petra Straub

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